14 April 2026

Merz und Selenskyj vereinbaren „strategische Partnerschaft“

Bei ihren ersten Regierungskonsultationen seit mehr als 20 Jahren haben Deutschland und die Ukraine den Ausbau ihrer Beziehungen zu einer „strategischen Partnerschaft“ vereinbart. Die Zusammenarbeit soll künftig weit über die militärische und finanzielle Hilfe Deutschlands für das von Russland angegriffene Land hinausreichen, sodass beide Seiten langfristig davon profitieren können.

Am Rande des Treffens des deutschen Kanzlers Friedrich Merz und des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie mehrerer Minister beider Seiten wurden dazu mehrere Vereinbarungen unterzeichnet, unter anderem zur Kooperation im Rüstungsbereich und zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit. „Unsere Freundschaft und die Verbindungen zwischen unseren Gesellschaften sind tiefer als je zuvor“, heisst es in einer 15-seitigen gemeinsamen Erklärung, die bei dem Treffen verabschiedet wurde.

Selenskyj ist in den vergangenen vier Jahren seit der russischen Invasion in der Ukraine schon viele Male nach Berlin gereist. Der jetzige Besuch, der bis kurz vor seiner Ankunft nicht offiziell angekündigt worden war, hat aber eine neue Dimension. Erstmals brachte der Präsident eine grosse Zahl von Ministern zu gemeinsamen Beratungen beider Regierungen mit. Solche Konsultationen gibt es von deutscher Seite mit besonders engen Partnern wie Frankreich, Polen und Italien sowie mit besonders wichtigen Ländern wie China, Brasilien oder Indien.

(text:sda/bild:keystone)