9 September 2021

Oberhasli: Grosser Rat fordert Kompensation von Flugl├Ąrm

Die Berner Regierung soll sich aktiv einsetzen f├╝r den Erhalt und f├╝r einen Ausbau der Arbeitspl├Ątze in der Region oberer Brienzersee/Oberhasli. Das hat der Grosse Rat am Donnerstag verlangt. Diese Arbeitspl├Ątze brauche es als Kompensation f├╝r den L├Ąrm, welchen der Milit├Ąrflugplatz Meiringen verursache.

Die Beh├Ârden der Region st├╝nden zum Milit├Ąrflugplatz und akzeptierten die vorgesehenen 4000 bis 5000 Flugbewegungen pro Jahr, heisst es in einer Motion, welche der Grosse Rat am Donnerstag an die Regierung ├╝berwies. Die Region fordere aber nicht nur den Erhalt der etwa 200 Arbeits- und Ausbildungspl├Ątze auf dem Milit├Ąrflugplatz.

Sie verlange seit bald zwei Jahrzehnten, dass zus├Ątzlich zu den heute bestehenden Arbeitspl├Ątzen 150 bis 200 neue Arbeitspl├Ątze geschaffen w├╝rden. Gemeint sind ┬źstille Arbeitspl├Ątze, die zu keinen zus├Ątzlichen Flugbewegungen f├╝hren┬╗, wie es in der Motion heisst.

Bund und Kanton m├╝ssten mit Blick auf dieses Ziel zusammenarbeiten. Es brauche auch eine bessere Kommunikation seitens des Eidgen├Âssischen Departements f├╝r Verteidigung, Bev├Âlkerungsschutz und Sport (VBS), wenn es zu Ver├Ąnderungen am Flugbetrieb komme. Der Grosse Rat ├╝berwies die Motion, welche von Parlamentsmitgliedern mehrerer Parteien stammt, einstimmig und ohne Diskussion.

Die Berner Regierung will auf die Motion reagieren. Es gebe ein Bed├╝rfnis nach einer Standortbestimmung zum Milit├Ąrflugplatz Unterbach bei Meiringen, schreibt sie in Grossratsunterlagen. Dies gerade auch mit Blick auf den k├╝rzlich getroffenen Typenentscheid des Bundesrats.

Die Kantonsregierung beabsichtigt, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, um die in der Motion formulierten Anliegen aufzugreifen. In dieser Arbeitsgruppe sollen ausser das VBS und Stellen des Kantons Bern auch die betroffenen Gemeinden und die Region vertreten sein.

(text:sda/bild:vtg.admin)