7 Februar 2023

Meillard in der Kombination geschlagen – Heimsieg f├╝r Pinturault

Alexis Pinturault feiert in der WM-Kombination einen Heimsieg. F├╝r die erfolgsverw├Âhnten Schweizer setzt es eine Niederlage ab.

Der in Courchevel am Fuss der WM-Piste wohnhafte Franzose Pinturault siegte zehn Hundertstel vor dem ├Âsterreichischen Titelverteidiger Marco Schwarz und 44 Hundertstel vor dessen Landsmann Raphael Haaser. Das Trio hatte schon nach dem Super-G in dieser Reihenfolge die ersten drei Pl├Ątze belegt.

Die Schweizer blieben am zweiten Tag der Titelk├Ąmpfe ohne Medaille. Lo├»c Meillard, WM-Bronzegewinner in der Kombination vor zwei Jahren in Cortina d’Ampezzo, musste sich nach missratenem Super-G mit Platz 6 begn├╝gen. Knapp acht Zehntel fehlten dem 26-j├Ąhrigen Allrounder zum Podest. Justin Murisier schied im Slalom im Super-G aus.

Bei Meillard wog die Hypothek aus dem Super-G zu schwer. Zwar gelang dem Neuenburger im 45-sek├╝ndigen Slalom die zweitbeste Laufzeit, die Z├Ąsuren waren aber nicht gross genug. “Nach dem Super-G war eigentlich schon alles verloren. Im Slalom gelang mir ein guter Lauf, es war aber nicht einfach mit der h├Âheren Startnummer”, sagte Meillard im SRF-Interview. Gleich ging es Atle Lie McGrath, Zehnter nach dem Super-G zwei Pl├Ątze vor Meillard. Der norwegische Slalom-Spezialist kam trotz Laufbestzeit nicht ├╝ber Platz 5 hinaus.

Denkbar ung├╝nstig verlief der Slalom f├╝r Murisier. Der Walliser, der nach seiner Nicht-Selektion f├╝r den Spezial-Super-G vom Donnerstag mit Wut im Bauch fuhr, f├Ądelte am ersten Tor ein. Nach dem Super-G war er an sechster Stelle gelegen.

Marco Odermatt kehrte nach einer Woche Ruhe zur Schonung seines Knies auf den Schnee zur├╝ck. Dass der Nidwaldner im Super-G kurz vor dem Ziel nach guten Zwischenzeiten ein Tor verpasste, musste ihn nicht wurmen, da er ohnehin nicht vor hatte, den Slalom zu bestreiten. “Ich f├╝hlte mich gut und konnte wertvolle Informationen sammeln f├╝r den Super-G. Im Rennmodus w├Ąre ich in das Tor noch reingekommen”, befand Odermatt.

F├╝r die Kombination in dieser Form d├╝rfte es das nach Jahren des Nischendaseins im WM- und Olympia-Programm und ohne Weltcup-Rennen gewesen sein. Wie am Dienstag aus dem F├╝hrungszirkel der FIS zu entnehmen war, k├Ânnte die Disziplin in Zukunft in Teams mit zwei Athleten pro Nation stattfinden – je einem f├╝r einen Super-G und einen Slalom. An der diesj├Ąhrigen Junioren-WM wurde das Format bereits getestet. Im Weltcup gab es zuletzt in der Saison 2019/20 eine Kombination im klassischen Format.

(text&bild:sda)