Mehrbelastung durch Hitzewelle im Spital Interlaken
Die Hitze sorgt in unserem Gesundheitssystem für einen grossen Stressfaktor: Auch das Spital Interlaken kämpft mit den zunehmenden Hitzewellen. Die Spitalauslastung steigt: Immer mehr Patientinnen und Patienten benötigen aufgrund der hohen Temperaturen medizinische Hilfe.
Manuel Blum, Co-Chefarzt für Allgemeine Innere Medizin der Spitäler FMI, erklärt, die Zunahme kommt nicht von Patientinnen und Patienten, die eine akute Überhitzung haben, sondern mehr von vorbelasteten, chronisch kranken und älteren Menschen, die bereits Gesundheitsbeschwerden haben. Bei ihnen löst die Hitze eine extreme körperliche Belastung aus, die nach einigen Hitzetagen zu medizinischen Komplikationen führen kann, diese kommen dann ins Spital oder in den Notfall. Die gesundheitlichen Beschwerden und Belastungssymptome treten meist erst einige Tage nach einer Hitzewelle auf. Dadurch lässt sich die zusätzliche Belastung für das Spitalpersonal bis zu einem gewissen Grad planen.
Doch auch die Spital-Mitarbeitenden leiden unter der Hitze. Viele Spitäler, insbesondere die Bettenstationen, sind nicht klimatisiert. Entsprechend ist auch das Personal von den hohen Temperaturen betroffen. Umso wichtiger sei es für das Spitalpersonal, besonders aufmerksam zu bleiben, damit keine Fehler passieren. Regelmässige Pausen und weitere Massnahmen sollen zudem dazu beitragen, die Mitarbeitenden vor den Auswirkungen der Hitze zu schützen.
Typische Anzeichen einer Überhitzung sind Kopfschmerzen und Muskelschmerzen, die durch Flüssigkeits- und Salzmangel entstehen können. Kommen Übelkeit und Schwindel hinzu, wird die Situation zunehmend kritisch, und man sollte sich medizinische Hilfe holen. Vorher gilt es aber Massnahmen zu ergreifen, dass es gar nicht erst dazu kommt.
(text:pmu/bild:unsplash)