20 Juli 2023

Mehr Faul- und Sauerbrut der Bienen im Wallis

Seit dem FrĂŒhling sind im Wallis bei Bienen mehr als zehn AusbrĂŒche von Sauer- und vier FĂ€lle von Faulbrut aufgetreten. Der Kanton verfĂŒgte ein Transportverbot von Bienenstöcken im Radius von zwei Kilometern um die Seuchenherde. Es handelt sich um meldepflichtige, hochansteckende Krankheiten.

Sie befallen die Bienenbrut, sind fĂŒr den Menschen aber ungefĂ€hrlich, wie das Bundesamt fĂŒr Lebensmittelsicherheit und VeterinĂ€rwesen sowie der Kanton Wallis am Donnerstag mitteilten. Zudem errichtete der Kanton eine Sperrzone von 70 Quadratkilometern.

AusbrĂŒche gab es in den Gemeinden Visperterminen, Blatten, Saas-Almagell, Bettmeralp, Nendaz, EvolĂšne, VĂ©rossaz und Evionnaz. Nendaz ist gleich von beiden Brutkrankheiten ergriffen. Noch im FrĂŒhjahr hatte das Wallis nach einer Kontrolle von fast 700 Bienenstöcken die Massnahmen aufgehoben.

Im Sommer brachen die Seuchen in Nendaz wieder auf. Aktuell kontrollieren unter Aufsicht des kantonale Bieneninspektors ĂŒber zehn lokale Fachleute 1000 Bienenstöcke in ĂŒber 150 BienenhĂ€usern in Nendaz, EvolĂšne, VĂ©rossaz und Evionnaz.

In den anderen Gemeinden fanden die Kontrollen bereits statt und einige Sperren sollen demnÀchst aufgehoben werden. Die Behörden erwarten die Entdeckung weiterer FÀlle.

Die beiden Krankheiten können ganze Bienenvölker ausrotten. Der Kanton Wallis erinnert die Imkerinnen und Imker an ihre Registrierungspflicht. Sie sollen wachsam sein und VerdachtsfÀlle sofort melden.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)