9 M├Ąrz 2021

Meghan und Harry: Palast bricht sein Schweigen

Nach dem Interview von Harry und Meghan, Herzog und Herzogin von Sussex, mit der amerikanischen TV-Ikone Oprah Winfrey am Sonntag hat sich am Dienstag abend der Palast zu Wort gemeldet.

Die Rassismusvorw├╝rfe, die im Interview erhoben worden seien, seien „beunruhigend“, „ernstzunehmend“ und w├╝rden familienintern – „im Privaten“ – besprochen, wie der Palast gem├Ąss der BBC mitteilt. Die k├Ânigliche Familie sei best├╝rzt dar├╝ber gewesen, zu erfahren, wie herausfordernd die letzten Jahre f├╝r die Harry und Meghan gewesen sei. Das Paar und seine Kinder w├╝rden immer geliebte Familienmitglieder bleiben, schreibt der Palast weiter.

Der Palast kommentiert solche Anschuldigungen normalerweise nicht, allerdings ist der Druck zuletzt stark angestiegen, nachdem die Herzogin, das erste mixed-race Mitglied der Familie, sagte, ein nicht namentlich erw├Ąhntes Familienmitglied habe sich erkundet, wie „dunkel“ die Hautfarbe von Sohn Archie wohl sein werde. Der Herzog hat daraufhin klagestellt, dass es sich dabei nicht um die Queen oder den Herzog von Edinburgh gehandelt habe. Meghan beschuldigte das K├Ânigshaus auch, ihrem Sohn aufgrund seiner Hautfarbe den Titel „Prinz“ und damit die Anrede „K├Ânigliche Hoheit“ zu verweigern – allerdings schreibt ein Dekret aus dem Jahr 1917 vor, dass die Urenkel des Monarchen oder der Monarchin kein Anrecht auf den Titel „Prinz“ oder „Prinzessin“ haben, mit Ausnahme des ├Ąltesten Kindes, des ├Ąltesten Kindes des Prince of Wales, also des Thronfolgers. Meghan und Harrys Kinder k├Ânnten den Titel also fr├╝hestens mit der Thronbesteigung von Charles beanspruchen.

Das Interview hat besonders im Vereinigten K├Ânigreich ein Sturm der Entr├╝stung ausgel├Âst.

(text:cs/bild:unsplash)