26 Dezember 2021

├ľsterreichs Ex-Kanzler Kurz geht als Manager in die USA

Den fr├╝heren ├Âsterreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz soll es nach dem Ende seiner Politikerkarriere in die USA ziehen. Das berichtete die Zeitung “├ľsterreich” am Samstag unter Berufung auf dessen engstes Umfeld. Demnach hat der 35-J├Ąhrige einen Vertrag bei einer Privatfirma im Investmentbereich unterzeichnet. Geplant sei, dass Kurz mit seiner Familie k├╝nftig zwischen den USA und ├ľsterreich pendeln werde.

Die “Kronen-Zeitung” berichtete, es solle sich um einen Managerjob im Silicon Valley handeln. In der Region s├╝dlich von San Francisco haben zahlreiche grosse Hightech-, IT- und Internetfirmen ihren Sitz.

Kurz ├Ąusserte sich nicht zu den Berichten. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er am Heiligabend seine Weihnachtsgr├╝sse – eher ungew├Âhnlich – auf Englisch: “Merry #Christmas, relaxing holidays and a happy New Year to you all!” – ├╝bersetzt: “Frohe #Weihnachten, entspannte Feiertage und ein frohes neues Jahr euch allen!”

Kurz stieg schon mit 25 Jahren in die Politik ein, zun├Ąchst als Staatssekret├Ąr und kurz darauf als Aussenminister sowie sp├Ąter als Kanzler. Er hatte einst ein Jurastudium angefangen, aber abgebrochen.

Kurz war im Oktober nach Korruptionsvorw├╝rfen als Bundeskanzler zur├╝ckgetreten. Er und einige seiner engsten politischen Mitstreiter sollen mithilfe von Steuergeldern gesch├Ânte Umfragen in Auftrag gegeben haben, um seinen Weg ins Kanzleramt zu ebnen. Kurz bestreitet die Vorw├╝rfe.

Er blieb zun├Ąchst Chef der konservativen ├ľVP und Fraktionschef, k├╝ndigte aber Anfang Dezember abrupt seinen R├╝cktritt von allen ├ämtern an. Tage zuvor waren er und seine Freundin Eltern geworden. Die Geburt seines Sohnes habe seine Perspektive ge├Ąndert, sagte er, und schloss eine R├╝ckkehr in die Politik aus. Die “Kronen-Zeitung” ver├Âffentlichte ein aktuelles Foto von Kurz beim Spaziergang mit seiner Freundin und Sohn Konstantin im Kinderwagen.

In Medienberichten wurde auch ├╝ber ein f├╝rstliches Gehalt spekuliert, das Kurz bekommen soll. Er hatte am 9. Dezember auf Twitter geschrieben, er bekomme kein Geld mehr aus seiner Politikerlaufbahn. “Weil auch viele Anfragen dazu kommen: Ich werde auf die Gehaltsfortzahlung verzichten. Laut Regelung w├╝rde ich noch bis Jahresmitte 2022 einen Grossteil meines bisherigen Gehalts bekommen.”

(text:sda/bild:unsplash)