3 November 2021

Schweizer Finanzplatz wahrscheinlich einer der gr├╝nsten

Finanzminister Ueli Maurer will am (heutigen) Mittwoch am Weltklimagipfel f├╝r den nachhaltigen Finanzplatz Schweiz einstehen. „Wir haben den meisten Finanzpl├Ątzen etwas voraus, und diese Karte m├╝ssen wir gerade in Glasgow spielen“, sagte er in einem Interview.

Die Schweiz habe viel Know-how, und es gebe im Land Leute mit viel Geld, vor allem institutionelle Anleger, sagte Maurer im am Dienstagabend auf srf.ch ver├Âffentlichten Interview. Diese wollten in Projekte investieren, die der Umwelt dienten.

Der Schweizer Finanzplatz geh├Âre wahrscheinlich zu den gr├╝nsten. „Aber wir m├╝ssen ehrlich auch sagen, dass wir am Anfang einer Entwicklung stehen. Man ist noch am Definieren, was ist wirklich gr├╝n, was ist wirklich nachhaltig“, r├Ąumte Maurer ein. Es werde wohl noch etwas Zeit brauchen, bis internationale Standards vorl├Ągen.

Auch das Risiko von Greenwashing bestehe, sagte Maurer. Doch er sieht einen Vorsprung f├╝r die Schweiz, denn ihre Banken und Finanzdienstleister wollten Greenwashing verhindern. Doch ein Thema werde Greenwashing bleiben, da die Nachfrage nach gr├╝nen Investitionen gr├Âsser sei als das Angebot.

F├╝r gesetzliche Vorschriften ist es nach Ansicht von Maurer zu fr├╝h. „Es ist nicht sinnvoll, in einem Sektor, der sich sehr rasch wandelt, Gesetze zu schreiben“, sagte er dazu. Im Moment gehe es darum, Selbstdeklarationen zu machen.

Massnahmen f├╝r einen gr├╝neren Finanzplatz verabschiedete der Bundesrat im Dezember 2020. Mit mehr Transparenz, einer st├Ąrkeren Risikoanalyse und einem gr├Âsseren internationalen Engagement will die Landesregierung die Position der Schweiz als nachhaltiger Finanzstandort st├Ąrken.

(text:sda/bild:unsplash)