Winterthur: Zürcher Sicherheitsdirektor spricht von „Terrorakt“
Ein 31-jähriger Mann hat am Donnerstag am Bahnhof Winterthur drei Personen mit einer Stichwaffe verletzt. Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr stuft die Tat als Terrorakt ein – und würde den türkisch-schweizerischen Doppelbürger am liebsten ausschaffen.
Wie der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr an einer Medienkonferenz sagte, betrachte er den Vorfall als Terrorakt. Das Verfahren gegen den 31-Jährigen werde die Bundesanwaltschaft führen. Der Mann fiel bereits in der Vergangenheit polizeilich auf: Er wurde 2015 wegen Verstosses gegen das IS-Verbot und Propaganda im Umfeld der mittlerweile geschlossenen Winterthurer An’Nur-Moschee angezeigt. Nach einem mehrjährigen Auslandaufenthalt in der Türkei kehrte er erst kürzlich wieder zurück.
Besonders brisant ist die Vorgeschichte der vergangenen Tage. Erst am Montag hatte sich der Mann verwirrt bei der Stadtpolizei gemeldet und wurde über eine fürsorgerische Unterbringung in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Nach einer zwischenzeitlichen Flucht am Dienstag und einer erneuten Rückführung durch die Polizei stufte ein Arzt ihn am Mittwoch als nicht mehr selbst- und fremdgefährdend ein. Er verliess die Klinik daraufhin am Mittwochabend selbstständig, bevor er am nächsten Morgen am Bahnhof Winterthur zustach.
(text:sda/bild:keystone)