14 Mai 2022

Maillard und Nordmann streben bei Wahlen 2023 Sitz im StÀnderat an

Der WaadtlÀnder Nationalrat Pierre-Yves Maillard hat mit Blick auf die Eidgenössischen Wahlen im Herbst 2023 sein Interesse an einem Sitz im StÀnderat angemeldet. Zuvor hatte bereits der WaadtlÀnder Nationalrat Roger Nordmann kundgetan, er wolle StÀnderat werden.

Die letzten kantonalen Wahlen hĂ€tten gezeigt, wie schwierig es sei, Mehrheitswahlen zu gewinnen. Unter den Bundespolitikern sei er der einzige, der ĂŒber Erfahrungen auf Kantonsebene verfĂŒge, sagte Maillard gegenĂŒber der Westschweizer Tageszeitung „24 Heures“.

GemĂ€ss den Statuten der SP Waadt kann der Fraktionschef in den Eidgenössischen RĂ€ten, Roger Nordmann, sein Mandat nicht mehr verlĂ€ngern. Auf die Frage, ob er mit seiner Kandidatur fĂŒr den StĂ€nderat nicht Nordmanns Ende der politischen Karriere einlĂ€ute, sagte Maillard, dass er das natĂŒrlich bedaure, aber nicht Schuld sei.

Die Herausforderungen seien gross. Und es sei an der Partei, eine Wahl zu treffen. Wenn die Linke im StĂ€nderat gleich stark wĂ€re wie im Nationalrat, hĂ€tte die SP mit ihrem Vorschlag, die AHV mit Geldern der Schweizerischen Nationalbank im Umfang von 15 Milliarden Franken auszustatten, reĂŒssiert, sagte Maillard.

Es werde auch so schwer genug, sich in der Ausmarchung gegen die bĂŒrgerlichen Parteien durchzusetzen. Die Rechte habe gelernt, dass sie vereint auftreten mĂŒsse, um siegreich zu sein. Beim bestehenden Mehrheitswahlrecht könne sie sich gegen die Linke durchsetzen.

Die SP des Kantons Waadt wird an ihrer Delegiertenversammlung am 25. Juni eine Wahl treffen, wer fĂŒr die Partei ins Rennen um einen Sitz im StĂ€nderat geschickt wird. Der Kanton Waadt ist derzeit mit der GrĂŒnen AdĂšle Thorens und dem FDP-Mann Olivier Français im Stöckli.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)