Mad Pride in Bern wirbt für Akzeptanz von psychisch Erkrankten
Mehrere hundert Menschen haben sich am Samstag vor dem Bundeshaus an der vierten Schweizer Mad Pride beteiligt. Sie wollten damit ein Zeichen setzen für die Sichtbarkeit, Akzeptanz und Inklusion von Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Auf dem Bundesplatz war ein 50 Meter langer pinkfarbener Teppich ausgelegt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren eingeladen, „in Würde und Stolz“ über den Teppich zu schreiten, wie es im Aufruf der Veranstalter hiess. Ein Umzug fand dieses Jahr nicht statt.
Laut den Organisatoren gehören psychische Erkrankungen zu den häufigsten Krankheiten in der Schweiz, sind jedoch oft unsichtbar und mit gesellschaftlicher Stigmatisierung verbunden. Ziel der Mad Pride ist es, Vorurteile abzubauen und Mut zu machen, offen über psychische Gesundheit zu sprechen.“Alltägliche Inklusion statt Stigma“ stand auf einem der Transparente geschrieben.
Die Bewegung stammt aus Kanada. In der Schweiz wurde die erste Mad Pride 2019 in Genf durchgeführt. Weitere Austragungen folgten 2022 in Bern sowie 2023 in Lausanne. An der diesjährigen Veranstaltung waren rund 20 Organisationen mit einem Stand vertreten.
(text:sda/bild:keystone)