11 November 2023

Frankreichs Bev├Âlkerung soll sich gegen Antisemitismus wehren

Angesichts zunehmender antisemitischer Handlungen in Frankreich hat Pr├Ąsident Emmanuel Macron seine Landsleute aufgefordert, sich gegen das „unertr├Ągliche“ Wiederaufleben des „ungez├╝gelten“ Antisemitismus zu wehren. Ein Frankreich, vor dem j├╝dische Mitb├╝rger Angst haben, sei kein Frankreich, schrieb er in einem in der Zeitung „Le Parisien“ am Samstagabend ver├Âffentlichten offenen Brief.

„Ein Frankreich, in dem die Franzosen aufgrund ihrer Religion oder Herkunft Angst haben, ist nicht Frankreich“, heisst es darin. Macron warnte in dem Brief vor der Spaltung des Landes: „In unserer Geschichte war Antisemitismus immer der Auftakt zu anderem Hass und Rassismus“.

Mit Blick auf den Gaza-Krieg schrieb er, dass Frankreich Gerechtigkeit, Frieden und Sicherheit f├╝r das israelische Volk, das pal├Ąstinensische Volk und die Staaten der Region wolle.

In Frankreich sind laut Macron in einem Monat mehr als Tausend antisemitischer Taten begangen worden – dreimal mehr Hasshandlungen gegen j├╝dische Landsleute als im gesamten vergangenen Jahr.

Der Brief wurde kurz vor einer grossen Kundgebung gegen Antisemitismus am Sonntag in Paris ver├Âffentlicht. Macron nimmt an der Demonstration, die auf eine Initiative der Pr├Ąsidentin der Nationalversammlung, Ya├źl Braun-Pivet, und des Pr├Ąsidenten des Senats, G├ęrard Larcher, zur├╝ckgeht, nicht teil.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)