13 Juni 2023

Luzerner Bordellbetreiberin verweigert Aussage vor Gericht

Die des Menschenhandels beschuldigte fr├╝here Luzerner Bordellbetreiberin hat am Prozess vor dem Kriminalgericht die Aussage zum Fall verweigert. Sie habe der Polizei alles gesagt, sie k├Ânne sich an Vieles nicht mehr erinnern, sagte sie.

Die Luzerner Staatsanwaltschaft wirft der 55 Jahre alten Frau Menschenhandel, F├Ârderung der Prostitution, Geldw├Ąscherei und weitere Delikte vor. Sie fordert gem├Ąss Anklageschrift eine Freiheitsstrafe von 6,5 Jahren.

Die aus Thailand stammende Schweizerin soll vor rund zehn Jahren Menschenh├Ąndlern Frauen und Transsexuelle abgenommen und diese in ihrem Bordell ausgebeutet haben. Die hochverschuldeten, illegal in der Schweiz lebenden Opfer verf├╝gten kaum ├╝ber ein eigenes Einkommen und konnten weder ├╝ber ihr Leben noch ├╝ber ihre Arbeit entscheiden, wie es in der Anklageschrift heisst.

Heute ist die Angeklagte nach eigenen Angaben Hausfrau und lebt von einer Witwenrente und einer Pension.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)