29 Mai 2023

Schwere Detonationen erschĂŒttern das Zentrum von Kiew

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist erneut von heftigen russischen Luftangriffen erschĂŒttert worden – und das am helllichten Tag. Die meisten Luftangriffe passierten bislang meist nachts oder in den frĂŒhen Morgenstunden. Laut MilitĂ€rverwaltung war am Montagmittag die Luftabwehr aktiv. Auch ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete von lauten DetonationsgerĂ€uschen und Luftalarm. Am Himmel im Stadtzentrum war demnach zu sehen, wie zahlreiche Raketen der Flugabwehr aufstiegen, um Flugobjekte unschĂ€dlich zu machen.

Kiews BĂŒrgermeister Vitali Klitschko sprach auf Telegram von Explosionen in zentralen Stadtteilen. Er veröffentlichte auch ein Foto von brennenden Raketenteilen, die im Bezirk Obolon mitten auf eine Strasse fielen. Auch aus anderen Vierteln wurden herabstĂŒrzende Objekte gemeldet. RettungskrĂ€fte seien im Einsatz. Über mögliche Opfer war zunĂ€chst nichts bekannt.

Die Behörden riefen die Menschen auf, Schutz zu suchen. In Kiew waren zuvor bei frĂŒhsommerlichen Wetter und strahlendem Sonnenschein viele Menschen auf den Strassen gewesen. Vielerorts liefen in der Hauptstadt, die am Sonntag ihren Stadtgeburtstag gefeiert hatte, auch Strassenbauarbeiten.

Noch nie hat es in Kiew innerhalb eines Monats so viele Drohnen- und Raketenangriffe gegeben wie in diesem Mai. Ungewöhnlich am Montag war, dass Russland nach nĂ€chtlichen Attacken bereits am Vormittag neue Luftangriffe durchfĂŒhrte.

Erst in der Nacht nĂ€mlich waren mehrere Teile der Ukraine – darunter auch Kiew – stark vom russischen MilitĂ€r beschossen worden. Landesweit wehrte die ukrainische Luftwaffe eigenen Angaben zufolge 29 Kampfdrohnen und 37 Marschflugkörper ab. Tote und Verletzte gab es dabei vorlĂ€ufigen Angaben zufolge nicht.

(text:sda/bild:sda)