12 November 2021

L├╝thi mit Highsider bei Tempo 150

Gleich zum Auftakt seines letzten GP-Wochenendes als Fahrer erlebte Tom L├╝thi einen Schreckensmoment. Der Berner Moto2-Routinier produzierte auf nasser Strecke in Valencia bei Tempo 150 einen Highsider und landete unsanft auf dem Asphalt.

„Ich verlor in einer relativ schnellen Kurve das Hinterrad und flog vor meinem Motorrad auf den Boden. Das war ein ungem├╝tlicher Wachr├╝ttler, der f├╝r mich zum Gl├╝ck glimpflich ausging. Ich bin noch fit genug, das wegzustecken“, konstatierte ein lachender Tom L├╝thi nach dem ersten Trainingstag in Valencia.

Auf dem Circuit, auf welchem ihm einer seiner 17 GP-Siege gelang (2014), reihte er sich im Training am Nachmittag („Im Trockenen macht das Fahren deutlich mehr Spass.“) als 18. ein. Zu den Topzeiten von Remy Gardner und Raul Fernandez fehlten ihm acht Zehntel. Dieses Duo k├Ąmpft in Valencia noch um den Titel in der mittleren WM-Klasse, mit klaren Vorteilen f├╝r Gardner. Der Australier liegt um 23 Punkte vor seinem spanischen Konkurrenten, ein 13. Platz reicht ihm auf jeden Fall zum WM-Titel.

L├Ąngst nicht mehr um den Titel, aber zumindest um einen sch├Ânen Karriereabschluss geht es bei L├╝thi. In seinem 318. und letzten GP will der Emmentaler zumindest in die Punkte vorstossen, was ihm in seiner Abschiedssaison (zu) selten gelang. Vor Wochenfrist in Portugal zeigte er sich ├╝ber den 19. Rang und den fast 40 Sekunden R├╝ckstand auf den Sieger schwer entt├Ąuscht.

„Mit der Strecke in Portim├úo wurde ich nie warm. In Valencia sieht es anders aus. Das Gef├╝hl ist hier deutlich besser“, so L├╝thi, der sich in den kommenden zwei Tagen aber dennoch zus├Ątzlich herausgefordert sieht: „Ich versuche dem Rummel um meine Person m├Âglichst aus dem Weg zu gehen. Ich will schliesslich noch ein gutes Rennen zeigen. Aber nat├╝rlich ist es sch├Ân, dass meine Familie und Freunde so zahlreich hier sind.“

(text:sda/symbolbild:unsplash)