2 Februar 2023

London schliesst Kampfjets f├╝r Ukraine nicht aus

Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace hat eine Lieferung von Kampfjets an die Ukraine nicht ausgeschlossen. Gleichzeitig mahnte Wallace am Donnerstag aber zur Geduld. “Eine Sache, die ich im vergangenen Jahr gelernt habe, ist nichts einzubeziehen und nichts auszuschliessen”, sagte der Minister am Donnerstag in Portsmouth. “Das ist die einfache Realit├Ąt. Wir antworten auf die jeweiligen Bed├╝rfnisse der Ukrainer, basierend auf dem, was die Ukrainer sagen, was unsere Geheimdienste erkennen, und was wir ├╝ber die Russen auf dem Schlachtfeld wissen.”

Derzeit ben├Âtige die Ukraine vor allem Artillerie, um die russischen Truppen zur├╝ckzudr├Ąngen, sagte Wallace. “Wir d├╝rfen uns nicht mitreissen lassen. Vorige Woche haben wir Panzer gegeben, was kommt als n├Ąchstes?” Es werde Monate dauern, ukrainische Piloten an britischen Kampfjets auszubilden, sagte der Minister. Vorrang m├╝sse haben, die Truppen f├╝r eine R├╝ckeroberung ukrainischen Gebiets auszubilden. Es gebe leider keinen Zauberstab, um die K├Ąmpfe zu beenden.

Das Vereinigte K├Ânigreich hatte als erstes Land der Ukraine die Lieferung von Kampfpanzern zugesagt. Allerdings fordern einige Politiker wie der fr├╝here Premierminister Boris Johnson von Regierungschef Rishi Sunak bereits vehement, auch Flugzeuge zur Verf├╝gung zu stellen.

Gemeinsam mit Aussenminister James Cleverly sowie den jeweiligen Kollegen aus Australien hatte Wallace am Mittwoch eine Ausbildungsst├Ątte f├╝r ukrainische Soldaten in S├╝dengland besucht.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)