Literarischer Herbst Gstaad mit 15-jährigem Jubiläum
Vom 23. bis 26. Oktober 2025 lädt der Literarische Herbst Gstaad erneut zu einem langen Wochenende voller Sprache, Geschichten und Begegnungen ins Saanenland ein. Das kleine, feine Festival schafft eine Atmosphäre, in der zwischen und neben den Lesungen viel Raum für Begegnungen und Gespräche entstehen.
Zu den literarischen Höhepunkten zählen in diesem Jahr Jonas Lüscher, einer der profiliertesten Schweizer Erzähler und gesellschaftlichen Stimmen, mit seinem neuen Roman Verzauberte Vorbestimmung, sowie Olga Grjasnowa mit ihrem aktuellen Roman Juli, August, September.
Auch Eva Maria Leuenberger, ausgezeichnet mit dem Schweizer Literaturpreis, Flurin Jecker, dessen Roman der Titel des diesjährigen Lesefestivals «Bern liest ein Buch» war, und Dinah Wernli, die mit ihrer Graphic Novel Louise nach dem letztjährigen Erfolg erneut das visuelle Erzählen auf die Bühne bringt, prägen das diesjährige Programm.
Ergänzt wird das Festival durch internationale und nationale Stimmen wie Cemile Sahin, Elisabeth Reichart, Çiğdem Akyol, Sarah Kuratle, und Anton Weil. Und mit Verena Stefans Häutungen wird in der Diskussion zwischen Christa Baumberger und Esther Spinner ein literarisches Zeitdokument neu beleuchtet.
Ein besonderer Programmpunkt am Samstagvormittag ist die französische Begegnung mit Luc Debraine zum Bildband De Cocteau à Simenon des Lausanner Fotografen Yves Debraine, ein visueller Spaziergang durch die Literaturgeschichte.Auch der Literarische Spaziergang am Sonntagvormittag, der seit Jahren ein fixer Programmpunkt ist und sich grosser Beliebtheit erfreut, findet dieses Jahr wieder statt. Auf dem Panoramaweg von Gruben nach Gstaad liest Çiğdem Akyol vor der Naturkulisse des Saanenlands.
Neben den Lesungen bietet das Festival auch zwei neue Workshopformate: einen Schreibworkshop mit Flurin Jecker und den sinnlich-experimentellen Workshop «Zeichnend zuhören» mit Theres Rütschi. Nach einer Einführung wird das «Zeichnen vor Ort» an Lesungen gleich praktiziert.
Der Literarische Herbst Gstaad steht für Nähe, Begegnungen und die Freude am Dialog. Das Festival findet dezentral statt und spricht mit den sieben verschiedenen Standorten und unterschiedlichen Formaten Literaturkenner und solche, die literarische Lesungen neu entdecken wollen, gleichermassen an.
(text:pd/symbolbild:pexels)