Leere Kässeli für Agrarkredite
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(02:49)
Bernische Stiftung für Agrarkredite ergreift weitere Massnahmen zur Sicherung der Liquidität. Konkret passt sie ihre Kreditvergabe an. Grund dafür sind die aufgebrauchten finanziellen Mittel. Ab sofort gelten für neue Kredite reduzierte Ansätze. Die Massnahmen sind in einem
Die Wartefrist für Auszahlungen verlängert sich voraussichtlich von aktuell 14 auf 17 Monate. Die Massnahmen werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Zwischen 2022 und 2025 wurden mehr Investitionskredite ausbezahlt, als durch Rückzahlungen zurückflossen. Ursache für den Liquiditätsengpass ist unter anderem, dass der Bund das Kreditangebot erweitert hat, ohne zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen.
Berner Bauernverband besorgt
Für die Berner Landwirtschaft ist der Liquiditätsengpass bei der Stiftung für Agrarkredite keine gute Nachricht. Die Investitionsvolumina seien teilweise ohnehin hoch, erklärt der Berner Bauernpräsident Jürg Iseli gegenüber Radio BeO, die 15 Prozent zusätzlich über Eigenmittel zu finanzieren, sei besonders für Jungbäuerinnen und Jungbauern kaum zu stemmen. Auch die Wartefrist von über einem Jahr sei für viele schwierig zu überbrücken. Im schlimmsten Fall droht ein Investitionsstau, weil Betriebe ihre Projekte vertagen.
Der Bauernverband versuche auf nationaler Ebene Druck zu machen, so Iseli. Allerdings, angesichts der aktuellen Sparpläne beim Bund und dem daraus folgenden Verteilkampf, dürfte das keine leichte Aufgabe werden.
(text:pd,csc/bild:unsplash)