Lebensmittelkontrolle: Unzureichende Kühlung in 15 % der kontrollierten Fahrzeuge
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(02:28)
In allen Kantonen der Schweiz und Liechtenstein wurden von Mai bis September 2025 Lebensmittelkontrollen auf der Strasse durchgeführt. Die Kampagne wurde vom Verband der Kantonschemikerinnen und Kantonschemiker geplant und von den kantonalen Lebensmittelkontrollen zusammen mit der Polizei durchgeführt. Es sollte in erster Linie überprüft werden, ob die erforderlichen Kühltemperaturen beim Lebensmitteltransport auch in den warmen Sommermonaten eingehalten werden. Die Einhaltung der Kühlkette ist von zentraler Bedeutung, da bei Nicht-Einhaltung die Lebensmittel nachteilig verändert werden können. Zu warme Transporttemperaturen haben einen negativen Einfluss auf das Verbrauchsdatum und können im schlimmsten Fall zum Verderb der Produkte führen. Von Mai bis September 2025 wurden rund 650 Fahrzeuge, die Lebensmittel transportierten, angehalten und kontrolliert, wovon es sich bei 572 (88 %) um Kühlfahrzeuge handelte.
Bei 15 % der kontrollierten Kühlfahrzeuge musste die ungenügende Kühlung beanstandet werden. Die geringste Beanstandungsquote ergab sich bei den grössten Fahrzeugen, welche in der Regel über eine gut funktionierende Kühlungsinstallation verfügen. Die meisten Beanstandungen zeigten sich bei kleineren Lieferwagen, bei welchen die Kühlinstallationen vereinzelt nicht ausreichende Kapazitäten aufwiesen oder diese gänzlich fehlten.
Bei verschiedenen Fahrzeugen zeigten sich weitere Mängel im Bereich der Hygiene (Reinigungsmängel) und des Zustandes des Fahrzeuges (ungeeignetes Fahrzeug für Lebensmitteltransporte), sowie vereinzelt ungenügende Trennung der transportierten Waren. Die Personalhygiene gab nur in wenigen Fällen Anlass zu Beanstandungen.
Bei den festgestellten Abweichungen wurden Massnahmen zur Wiederherstellung der lebensmittelrechtlichen Vorgaben angeordnet. Bei schweren Verstössen wurden Sofortmassnahmen wie die Beschlagnahmung oder Vernichtung der Waren verfügt.
(text:pd/bild:unsplash)