
Lebensmittelkontrolle: Gute Ergebnisse für Alpkäsereien aus dem Berner Oberland
In gewerblichen Produktionsbetrieben erhoben die Mitarbeitenden des Kantonalen Laboratoriums 2700 Proben von leicht verderblichen Lebensmitteln wie vorgekochte Speisen, Patisserie, Schlagrahm oder belegten Brötchen. Davon bemängelten sie rund ein Drittel. Meist waren diese unhygienisch behandelt, zu wenig gekühlt oder zu lange gelagert worden. Recht hoch war dieser Anteil bei den 182 Proben von aufgeschnittenen Fleischerzeugnissen wie Schinken, Roastbeef oder kaltem Braten: Gut jede zweite Probe (52 Prozent) bestand die mikrobiologische Untersuchung nicht. Dafür gebe es mehrere Gründe, sagt Kantonschemiker Otmar Deflorin: «Die Betriebe kaufen zu grosse Mengen ein, die sie nicht innert vernünftiger Zeit aufbrauchen können. Oder die Schneidemaschinen sind schlecht gepflegt oder schmutzig. Schwierig wird es auch, wenn das Fleisch gleich für mehrere Tage vorgeschnitten wird.» Entsprechend ordnet das Kantonale Laboratorium an, dass nur noch am gleichen Tag geschnittene Ware verwendet werden darf oder dass kleinere Portionen eingekauft werden müssen.
(text:chl&pd/bild:pixabay)