18 April 2022

Lawine, Gletscher, Schlucht: Vier Tote bei FreizeitunfÀllen

Herrliches Wetter mit strahlend blauem Himmel hat in der Schweiz Wanderer, Kletterer und Skifahrer scharenweise in die Natur gelockt. Dort lauernde Gefahren wurden vier Menschen zum VerhÀngnis. Bei drei SportunfÀllen sind seit Karfreitag vier Menschen ums Leben gekommen.

Am Karsamstag stĂŒrzten drei SkitourengĂ€nger im Aletschgebiet im Kanton Wallis in eine Gletscherspalte. Nach Angaben der Polizei starb eine Frau, ein Mann wurde schwer, ein weiterer leicht verletzt.

FĂŒnf Menschen seien in zwei Seilschaften in der Gletscherregion unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit. Auf einer Höhe von 3600 Metern sei die Schneedecke unter ihnen eingebrochen. Die Zweiergruppe sei 25 Meter tief in eine Gletscherspalte gestĂŒrzt.

Ein Mann aus der Dreiergruppe stĂŒrzte auch, doch konnten seine Begleiter den Sturz auffangen. Bergretter konnten eine 28-jĂ€hrige Schweizerin nur noch tot bergen. Bei den Verletzten handelt es sich um einen 27- und einen 28-JĂ€hrigen Schweizer.

Im Kanton GraubĂŒnden gerieten zwei Schweizer TourengĂ€nger in eine Lawine. Der Mann (34) und die Frau (22) waren am Karfreitag mit Skiern auf den knapp 3000 Meter hohen Piz TomĂŒl gestiegen. Mittags hĂ€tten andere SkitourengĂ€nger sie noch auf dem Gipfel gesehen, berichtete die Polizei. Als Angehörige am Samstag nichts von den Alpinisten hörten, alarmierten sie die Rettung.

Bei einem Suchflug entdeckten Retter Signale von LawinensuchgerĂ€ten aus einem Lawinenkegel auf rund 2050 Metern Höhe, wie die BĂŒndner Polizei berichtete. Die beiden konnten aber nur noch tot geborgen werden.

Im Kanton Tessin war ein 27-JÀhriger aus den Niederlanden am Karfreitag bei einem Canyoning-Trip beim Abseilen in einem Pool mit Wasser steckengeblieben. Der Kletterpartner habe den Mann ans Ufer gebracht und Retter hÀtten ihn wiederbeleben können, aber er sei spÀter im Spital gestorben, berichtete die Polizei.

Der Unfall ereignete sich in einer Schlucht rund 26 Kilometer nordwestlich von Locarno. Beim Canyoning bewegen sich Sportler durch Klettern, Abseilen und manchmal Schwimmen durch Schluchten. Was zu dem Unfall fĂŒhrte, konnte die Polizei zunĂ€chst nicht sagen.

(text:sda/bild:unsplash)