9 September 2026

Lanz schaut auf die ersten 100 Tage im Regierungsrat

Seit hundert Tagen ist Raphael Lanz Regierungsrat. Seine erste Zwischenbilanz betrifft vor allem sein Verständnis von Zusammenarbeit und Führung. Er habe eine klare Vorstellung davon, wie er seine Aufgabe als Regierungsrat gestalten will. Erste Akzente habe er bei den Verhandlungen für die Konzessionsstrategie Wasserkraft und mit den Massnahmen gegen die Folgen der Trockenheit setzen können.

«Die ersten 100 Tage waren sehr intensiv. Ich habe dabei die grosse Vielfalt meiner Direktion kennen gelernt», sagt Raphael Lanz. «Die Themen reichen von besonderen Höhepunkten wie dem Marché-Concours bis zu den Herausforderungen durch Hitze und Trockenheit.» Als Direktor der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion hat sich Raphael Lanz in zahlreiche neue Dossiers eingearbeitet und sich mit den unterschiedlichsten Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung ausgetauscht. Dabei wurde für ihn deutlich, was seine Regierungsarbeit prägen soll: der Austausch auf Augenhöhe, pragmatische Lösungen für komplexe Probleme und die Bereitschaft, Verantwortung in herausfordernden Zeiten zu übernehmen.

Komplexe Dossiers lassen sich oft nur gemeinsam lösen. Für Lanz gehört dazu die Zusammenarbeit über Partei- und Direktionsgrenzen hinweg. Das zeigt sich etwa bei der Konzessionsstrategie im Bereich Wasserkraft. Verschiedene Stellen und Direktionen arbeiten hier gemeinsam an Grundlagen und Leitlinien für die künftige Nutzung der Wasserkraft im Kanton. «Bei solchen Fragen bringt man die unterschiedlichen Interessen und das Fachwissen am besten zusammen, indem man früh miteinander spricht und gemeinsam nach Lösungen sucht», sagt Raphael Lanz.

Unterschiedliche Perspektiven zu kennen, gehört für Lanz zu einer guten Entscheidungsgrundlage. Deshalb suche er den Austausch mit Betroffenen, Fachleuten und weiteren Anspruchsgruppen. Auch wenn die Interessen teilweise weit auseinanderlägen, gehe es darum, Probleme pragmatisch und verhältnismässig anzugehen. Ein Beispiel dafür sei das Vorziehen der Direktzahlungen: Die anhaltende Hitze und Trockenheit brachten einzelne Landwirtschaftsbetriebe in Liquiditätsengpässe. Die frühere Auszahlung hilft den betroffenen Betrieben, ihre Liquidität zu sichern, so Raphael Lanz. «Nicht jede Herausforderung braucht eine neue Regelung oder eine grosse politische Debatte. Entscheidend ist, was in der Praxis funktioniert.»

(text:pd/bild:zvg/kanton bern/thomas baumann)