13 Februar 2023

Lange Zeit war das 2022 zu trocken

Das soeben erschienene Hydrographische Bulletin des Kantons Bern gibt Auskunft ├╝ber die Niederschl├Ąge und Wasserst├Ąnde im Jahr 2022. Das Jahr startete mit einem milden Winter, der in einen sehr milden Fr├╝hling ├╝berging. Der Sommer entwickelte sich zu einer Hitzeperiode, die einen neuen H├Âhenrekord der Nullgradgrenze mit sich brachte. Bis Ende August war die Witterung im saisonalen Vergleich fast durchgehend zu trocken. Auch in der Jahressumme der Niederschl├Ąge zeigt sich das langanhaltende deutliche Defizit. Es war das w├Ąrmste Jahr seit Messbeginn 1864. Die Auswirkung der Trockenheit auf die Seepegel konnte mittels Reguliereingriffen begrenzt werden. Umso st├Ąrker manifestierte sich der Wassermangel in den Abfl├╝ssen, was zu unterdurchschnittlichen Abflussmengen und neuen saisonalen Tiefstwerten f├╝hrte. Die fehlenden Niederschl├Ąge hatten in einigen F├Ąllen ausgetrocknete Gerinne zur Folge. Allgemein wurden aussergew├Âhnlich hohe Wassertemperaturen verzeichnet. Auch beim Grundwasser zeigte sich das langanhaltende Niederschlagsdefizit bereits im Fr├╝hling in den Pegelst├Ąnden, und die Auswirkung spitzte sich im Laufe des Sommers zu. Insbesondere im Aare- und Emmental wurden w├Ąhrend der Sommermonate neue saisonale Tiefstwerte erreicht. Erst die feuchte Witterung im September zeigte eine stabilisierende Wirkung und hatte wieder ansteigende Grundwasserst├Ąnde zur Folge.

Das Hydrologische Bulletin vom Kanton gibts HIER zum nachlesen.

(text:pd/bild:unsplash)