22 Mai 2023

Lage in Bachmut weiter unklar

Der ukrainische Pr├Ąsident Wolodymyr Selenskyj hat den G7-Gipfel im japanischen Hiroshima als Erfolg f├╝r sein Land verbucht. „Das Thema Ukraine stand im Mittelpunkt, der Respekt gegen├╝ber allen Ukrainern war besonders“, sagte Selenskyj am Sonntag in seiner abendlichen Videoansprache. Als Beleg f├╝r internationale Unterst├╝tzung f├╝hrte er Treffen mit anderen Staats- und Regierungschefs bei dem Gipfel in Hiroshima an.

Washington will die seit langem von Kiew geforderten Lieferungen westlicher Kampfjets freigeben. Zudem gab US-Pr├Ąsident Joe Biden die Freigabe eines weiteren Hilfspakets f├╝r die Ukraine bekannt. Moskau kritisierte die G7-Beschl├╝sse indes als russlandfeindlich.

In Br├╝ssel kommen am Montag die EU-Aussenminister zusammen. Auch hier geht es wieder um Hilfe f├╝r die von Russland angegriffene Ukraine. Unterdessen ist rund 15 Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs die Lage in der hart umk├Ąmpften Stadt Bachmut im Osten der Ukraine weiter unklar.

Gegens├Ątzliche Standpunkte vertreten Moskau und Kiew bei der Frage, ob Bachmut nun von Russen erobert wurde oder nicht. Am Samstag hatte zun├Ąchst der Chef der S├Âldnertruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, die Einnahme verk├╝ndet. Sp├Ąter gab auch das regul├Ąre Milit├Ąr die Eroberung bekannt. Russlands Pr├Ąsident Wladimir Putin k├╝ndigte die Verteilung von Orden an.

Die ukrainische F├╝hrung allerdings bestreitet den milit├Ąrischen Erfolg Moskaus. Selenskyj, der zun├Ąchst mit missverst├Ąndlichen ├äusserungen die Spekulationen um die Eroberung der Stadt noch befeuert hatte, wies sp├Ąter die vollst├Ąndige Einnahme Bachmuts durch russische Truppen zur├╝ck. „Bachmut ist heute nicht von Russland besetzt worden“, sagte er in Hiroshima.

(text:sda/bild:sda)