8 Dezember 2025

KWO-Einigung: Innertkirchen vom Regierungsrat enttäuscht

Die Gemeinde Innertkirchen zeigt sich im Zusammenhang der Einigung zwischen Kanton, Verbänden und KWO vom Regierungsrat «schwer enttäuscht». Innertkirchen sei konsterniert, dass die Berner Regierung bei den Augleichsmassnahmen zum Schutz von Biodiversität und Landschaft im Triftprojekt ihr Hauptanliegen völlig missachtet hat, wie sie am Montag in einer Stellungnahme schreibt. Damit seien die Interessen der Stromwirtschaft ungleich höher gewichtet worden, als die Anliegen der betroffenen Bevölkerung.

Aktuell bereite der Kanton die Möglichkeit des Abtretens von herrenlosen Gebiete an die Gemeinden vor. Da irritiere die «handstreichartige» Aneignung des Gletschervorfelds vor der Zusicherung gesellschaftlicher Ausgleichsmassnahmen um so mehr, so die Gemeinde weiter. Besonders enttäuscht zeigt sich die Gemeinde ob der Tatsache, dass die rund 13 Quadratkilometer grosse Fläche herrenlosen Landes auf dem Innertkircher Gemeindegebiet der KWO «quasi zum Nulltarif» als Schutzgebiet zur Verfügung gestellt werde.

Mit seinem Vorgehen habe der Regierungsrat der Gemeinde Innertkirchen in letzter Minute den Verhandlungsspielraum genommen, kritisiert die Gemeinde weiter.

Er könne den Unmut der Gemeinde nachvollziehen, sagt Regierungspräsident Christoph Neuhaus gegenüber Radio BeO, aber der Kanton handle nach geltendem Recht. Der Kanton könne herrenloses Land übernehmen und es sei auch nicht so, dass man das Land den KWO abgebe.

(text:pd,csc/bild:pg)