4 Oktober 2023

Kreuzungsstelle Leissigen auf Eis gelegt

Gegen das Projekt fĂŒr die VerlĂ€ngerung der Kreuzungsstelle in Leissigen sind beim Bund nach wie vor Einsprachen hĂ€ngig. Deshalb kann die BLS mit den Arbeiten nicht wie geplant im 2024 beginnen. Eine lĂ€ngere Kreuzungsstelle in Leissigen ist Voraussetzung fĂŒr einen stabilen und pĂŒnktlichen Zugsverkehr zwischen Interlaken und Bern.

Die Realisierung des Projekts VerlĂ€ngerung Kreuzungsstelle Leissigen verzögert sich. Die BLS konnte mit etwa 30 GrundeigentĂŒmer:innen, die vom Ausbau betroffen sind, keine gĂŒtliche Einigung finden, obschon intensiv nach Lösungen gesucht worden ist. Weil der Verhandlungsspielraum auf beiden Seiten ausgeschöpft ist, liegt es nun am Bundesamt fĂŒr Verkehr, eine InteressenabwĂ€gung vorzunehmen und amtliche Verhandlungen durchzufĂŒhren. Deshalb kann die BLS mit den Bauarbeiten nicht wie geplant im Jahr 2024 beginnen.

Die BLS wollte die fĂŒr die Bauarbeiten in Leissigen nötigen Sperren nutzen, um gleichzeitig weitere wichtige und dringliche Projekte auf der Bahnstrecke entlang des Thunersees zu realisieren. Durch die Verschiebung des Projekts Leissigen fĂ€llt nun dieses Synergiepotenzial weg, weshalb die Bahnstrecke in den nĂ€chsten Jahren öfter gesperrt werden muss als vorgesehen.

Die Eisenbahnstrecke am Ufer des Thunersees ist von Interlaken bis kurz vor Spiez einspurig. Um den Fahrplan einhalten zu können, mĂŒssen sich ZĂŒge in Leissigen kreuzen können. Damit das auch mit lĂ€ngeren FernverkehrszĂŒgen möglich ist, wird in Leissigen das bestehende zweite Gleis verlĂ€ngert. So entsteht insgesamt eine rund 800 Meter lange Doppelspur als Kreuzungsstelle. Damit können die AnschlĂŒsse in Interlaken Ost Richtung Jungfrau-Region und BrĂŒnig–Luzern sowie in Bern gewĂ€hrleistet werden.

(text:pd/bild:zvg)