22 MĂ€rz 2024

Kreml: MilitĂ€rische Spezialoperation wegen Westen jetzt „Krieg“

Mehr als zwei Jahre nach Beginn seines brutalen Angriffskriegs gegen die Ukraine verzichtet der Kreml nun auf die verharmlosende Bezeichnung „militĂ€rische Spezialoperation“ – und gibt dem Westen die Schuld daran.

„Das hat wie eine militĂ€rische Spezialoperation begonnen, aber sobald die Clique da entstanden ist, als der kollektive Westen aufseiten der Ukraine zum Beteiligten wurde, da wurde es fĂŒr uns zum Krieg“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in einem am Freitag erschienenen Interview der Zeitschrift „Argumenty i Fakty“. Er rief die Russen zur Einheit und zur „inneren Mobilmachung“ auf.

Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin hat am 24. Februar 2022 den Angriff auf die Ukraine befohlen. Er sprach dabei von einer militĂ€rischen Spezialoperation. Das russische MilitĂ€r besetzte daraufhin grosse Teile des Nachbarlandes, konnte aber nicht wie geplant die Hauptstadt Kiew einnehmen. SpĂ€ter gelang es den ukrainischen Truppen auch mit westlicher MilitĂ€rhilfe, die Besatzungstruppen aus einigen Landesteilen zurĂŒckzutreiben.

Doch immer noch hĂ€lt Russland einschliesslich der bereits 2014 annektierten Krim knapp ein FĂŒnftel der Ukraine besetzt. Bei den Kampfhandlungen am Boden, aber auch durch andauernde russische Angriffe mit Raketen und Drohnen wurden Zehntausende Menschen getötet, darunter auch viele Zivilisten. Die russischen Truppen sind wegen der stockenden westlichen MilitĂ€rhilfe inzwischen wieder in der Offensive und versuchen, weiteres ukrainisches Gebiet zu erobern.

(text:sda/bild:keystone)