28 Februar 2023

Kreml: Kriegsziele in Ukraine vorrangig

Das Erreichen der Kriegsziele in der Ukraine hat nach Kremlangaben Vorrang vor möglichen Friedensverhandlungen. Bisher gebe es auch keine Signale aus Kyjiw, mit Moskau Verhandlungen aufzunehmen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag.

Bisher seien solche GesprĂ€che von Rechts wegen unmöglich, weil die ukrainische Regierung sie ausgeschlossen habe. “In diesem Fall ist das Erreichen unserer Ziele das Wichtigste, das ist unsere absolute PrioritĂ€t.”

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat Verhandlungen mit dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin per Dekret abgelehnt und dies auch mehrfach bekrĂ€ftigt. Er hat einen eigenen Plan vorgelegt, der als Grundvoraussetzung fĂŒr den Beginn von FriedensgesprĂ€chen vorsieht, dass Russland seine Truppen komplett aus der Ukraine abzieht. Das hat Russland, das vor rund einem Jahr die Ukraine ĂŒberfiel, als absurd zurĂŒckgewiesen.

Nach Darstellung des Kremlsprechers Peskow muss die Ukraine fĂŒr mögliche Verhandlungen anerkennen, dass die vier Gebiete Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson nun auch in der Verfassung als Teile Russlands verankerten seien. “Das sind sehr wichtige RealitĂ€ten”, sagte Peskow. Allerdings kontrolliert Russland bisher keine dieser völkerrechtswidrig annektierten Regionen vollstĂ€ndig.

Zudem gebe es bestimme Kriegsziele, die Russland weiter verfolge, sagte Peskow weiter. Als ein Ziel hatte Russland auch eine Entmilitarisierung der vom Westen mit Waffen und Munition ausgestatteten Ukraine genannt.

(text:sda/bild:keystone)