4 September 2023

Konsumentenschutz fordert Massnahmen bei Strompreisen

Die Stiftung f├╝r Konsumentenschutz hat Energieminister Albert R├Âsti zu Massnahmen gegen die steigenden Strompreise aufgefordert. Die Ursachen f├╝r die h├Âheren Preise seien stossend und bed├╝rften dringend Anpassungen, hiess es im einem am Montag ver├Âffentlichten offenen Brief. Unter anderem forderte die Stiftung die Abschaffung der Basisgeb├╝hr.

In dem Brief, der auch der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegt, erkl├Ąrte die Stiftung, dass es sich f├╝r private Haushalte wegen der durch zahlreiche Stromunternehmen erhobenen Basisgeb├╝hren, Servicepauschalen oder ├Ąhnlichen Grundpreisen nicht lohne, weniger Strom zu verbrauchen. Die Aufrufe zum Stromsparen durch den Bundesrat w├╝rden daher wenig n├╝tzen, so der Wortlaut des Briefes. Die “SonntagsZeitung” hatte zuerst dar├╝ber berichtet.

Der Konsumentenschutz schlug zudem weitere Massnahmen vor: F├╝r Schweizer Strom sollten Schweizer Preise gelten, denn der Umstand, dass die grossen Stromkonzerne wegen der Weltlage ausserordentliche Milliardengewinne einfahren und gleichzeitig die Teuerung an die Haushalte abw├Ąlzen w├╝rden, senke die Kaufkraft des Konsumsektors.

Der Preis des Stroms sollte sich an den Kosten der Schweizer Stromproduktion orientieren. Weiter sollten laut Konsumentenschutz die Netztarife angepasst und verschiedene Massnahmen zur Effizienzsteigerung ergriffen werden.

Auch forderte die Stiftung, dass ein Runder Tisch einberufen wird, an dem Konsumierende, Gewerbe, Kantone, st├Ądtische und kantonale Energiedirektionen sowie die Strombranche und Aktion├Ąre teilnehmen sollen. In zahlreichen Kantonen, so zum Beispiel im Kanton Bern, hatten mehrere Versorger k├╝rzlich eine Erh├Âhung der Strompreise f├╝r 2024 angek├╝ndigt.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)