14 Juni 2023

Konflikt im Sudan: Zahl der Vertriebenen steigt auf 2,2 Millionen

Seit Beginn des gewaltsamen Machtkampfs im Sudan vor rund zwei Monaten sind mittlerweile knapp 2,2 Millionen Menschen auf der Flucht. Wie die Internationale Organisation f├╝r Migration der Vereinten Nationen (IOM) am Mittwoch auf Twitter mitteilte, sind 530 000 Menschen in die umliegenden Nachbarl├Ąnder Tschad, ├ägypten, S├╝dsudan und ├äthiopien geflohen. Knapp 1,7 Millionen Menschen seien in andere Landesteile des Sudans geflohen. Das UN-Nothilfeb├╝ro hatte zuletzt noch von insgesamt rund 1,9 Millionen Fl├╝chtlingen und Vertriebenen gesprochen.

Im Sudan k├Ąmpfen seit Mitte April die Rapid Support Forces (RSF) des fr├╝heren Vize-Machthabers Mohammed Hamdan Daglo, eine aus Milizen hervorgegangene Quasi-Armee mit Zehntausenden K├Ąmpfern, gegen die Streitkr├Ąfte unter der F├╝hrung von De-facto-Staatschef Abdel Fattah al-Burhan. Die beiden Gener├Ąle hatten sich 2019 und 2021 gemeinsam an die Macht geputscht, sp├Ąter aber zerstritten. Ein von der Zivilbev├Âlkerung geforderter ├ťbergang zur Demokratie in dem rund 46 Millionen Einwohner z├Ąhlenden Land im Nordosten Afrikas blieb aus.

(text:sda/bild:sda)