13 Juni 2023

Kleiner Teil der „Insel“ oberhalb von Brienz GR abgebrochen

Im absturzgefĂ€hrdeten Berghang ĂŒber dem evakuierten Brienz/Brinzauls GR hat sich am Dienstag ein Felssturz ereignet. Experten erwarten einen Wechsel in der Dynamik am Berg, allerdings mit unklarer Richtung.

„Aus der Basis der Insel hat sich ein etwas grösseres ganzes Kompartiment gelöst“, sagte der Brienzer Medienverantwortliche Christian Gartmann auf Anfrage zu Medienberichten. Die Insel ist ein besonders exponierter Teil des bergsturzgefĂ€hrdeten Hanges.

Die abgestĂŒrzten Felsen seien im Geröllfeld unterhalb des Berghanges liegen geblieben. „Das ist eine gute Entwicklung, dass ist das, was man sich erhofft“, erklĂ€rte Gartmann. Das Ereignis sei „ganz klar keine Überraschung“, habe doch die Rutschgeschwindigkeit des Gesteins wieder stark zugenommen.

Nun erwarten die involvierten Experten am Berg einen Prozesswechsel. Unklar ist laut dem Mediensprecher, in welche Richtung die VerÀnderung gehen wird.

Die BlockschlĂ€ge hĂ€tten weiter zugenommen, twitterte die Gemeinde Albula/Alvra, zu der Brienz gehört. Noch immer könne aber nicht gesagt werden, ob es zu FelsstĂŒrzen, einem Bergsturz oder einem Schuttrom komme. „Die Evakuierung kann noch lange andauern“, so die Gemeinde.

Als Felssturz werden GesteinsabbrĂŒche mit einem Gesamtvolumen von mindestens 100 Kubikmetern bezeichnet. Erst ab einer Millionen Kubikmeter Gestein wird aus dem Felssturz ein Bergsturz.

Landwirtinnen und Landwirte hatten am Dienstag erneut Zutritt zu den Wiesen unterhalb des Dorfes erhalten, um heuen zu können. Als Folge der gestiegenen AktivitÀt am Berg wurde der Zutritt kurz vor Mittag wieder aufgehoben. Die Blockschlag-AktivitÀt sei so hoch, dass die Sicherheit nicht mehr gewÀhrleistet sei, schrieb die Gemeinde.

(text:sda/bild:keystone)