29 September 2026

Kleinbauern gegen Mercosur-Freihandlesabkommen

Am Anfang der Herbstsession hat das Parlament mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten ein Freihandelsabkommen genehmigt. Mit dem Mercosur-Vertrag werden erstmals Zollkontingente ausserhalb der bestehenden WTO-Kontingente gewährt – und dies für 25 Agrarprodukte, die teils bereits heute stark unter Druck stehen wie Milch, Fleisch, Getreide oder Wein, schreibt die Schweizer Kleinbauernvereinigung heute Dienstag. Die „Kompensationsmassnahmen“ für die Landwirtschaft seien als solche untauglich. Deshalb lehnt die Kleinbauern-Vereinigung den Mercosur-Vertrag ab. Kleinbauern-Präsident und Nationalrat der Grünen, Kilian Baumann, sagt zu Radio BeO, dass die Kompensationsmassnahmen für die Bauern kein „guter Deal“ sei – gerade die kleinen Bauernbetriebe werden nicht berücksichtigt, sagt er. Fürs Oberland heisse die mangelnde Unterstützung für die Kleinbauern grundsätzlich in letzter Konsequenz, dass immer mehr Betriebe schliessen müssen. Das müsse man verhindern, sagt Baumann. Die Kleinbbauernvereinigung untertützt das Referendum gegen das Mercosur-Freihandelsabkommen, welches aus linken und grünen Kreisen angekündigt wurde.

(text:pd,ogr/bild:unsplash)