1 August 2026

Klatsche im Derby – Thun unterliegt YB 0:6

Mit der breiten Brust eines Schweizer Meisters und viel Selbstvertrauen aus den letzten Spielen startete der FC Thun in das erste Berner Derby der neuen Spielzeit. Wiederum stellte Trainer Gian‑Luca Privitelli seine Startelf im Vergleich zum Auswärtsspiel in Zagreb auf sechs Positionen um. Dass dies trotzdem funktionieren kann, hatte die Mannschaft eine Woche zuvor gegen Luzern bewiesen. Klar war aber auch, dass die Stadtberner einen ganz anderen Härtetest darstellen würden.

Die Startphase entpuppte sich als zäh. Viel Mittelfeldgeplänkel, erste kernige Zweikämpfe, wenig klare Aktionen. In der zehnten Minute entwischte dann Joël Monteiro der Thuner Defensive, Lucien Dähler kam nicht mehr ins Duell, und Monteiro traf mit einem platzierten Schuss via Innenpfosten zur YB‑Führung.

In der 18. Minute hatte Brighton Labeau die goldene Möglichkeit zum Ausgleich. Nach einem Freistoss stand er völlig frei im Fünfmeterraum, brachte aber keine Kraft hinter seinen Abschluss. Im Gegenzug erspielte sich YB eine Reihe von Chancen, die Niklas Steffen stark parierte. In der 24. Minute war aber auch er machtlos, als Lewin Blum den Ball nach mehreren Abschlüssen über die Linie drückte.

In der 33. Minute wurde die Lage für den FC Thun noch düsterer. Nach einer weiteren Unachtsamkeit spazierte Edimilson Fernandes vor das Tor und schob mühelos zum 0:3 ein. Mit diesem Resultat ging es in die Pause und Privitelli musste sich Gedanken für die zweite Halbzeit machen.

Diese Gedanken führten zu drei neuen Spielern. Doch auch sie wurden sofort kalt erwischt. Nach nicht einmal einer Minute lief erneut ein Berner alleine auf Steffen zu, der das Duell diesmal gewann. In der 55. Minute erhielt YB dann einen Elfmeter, den der gefoulte Samuel Essende souverän zum 0:4 verwandelte. Langsam bahnte sich eine Blamage für den Schweizer Meister an.

Noch mehr, als in der 68. Minute der letztjährige Thuner Publikumsliebling Kastriot Imeri auf 0:5 stellte.

Thun war zu keiner Reaktion mehr fähig. Im Gegenteil: Mit dem 0:6 durch Essende wurde es noch bitterer.

Weiter geht es für die Oberländer am kommenden Donnerstag um 20:00 Uhr mit dem Heimspiel in der Europa‑League‑Qualifikation gegen Víkingur Reykjavík. In der Liga folgt am Sonntag das schwierige Auswärtsspiel in Basel. Radio BeO bleibt für euch am Ball und begleitet alle Spiele mit regelmässigen Live‑Schaltungen.

(text:yes/bild:nko)