18 Juni 2021

Kim: Nordkorea zu Konfrontation und Dialog mit den USA bereit

Nordkorea muss sich nach den Worten von Machthaber Kim Jong Un zugleich zum Dialog und zur Konfrontation mit den USA bereithalten. Kim betonte jedoch am dritten Tag eines Treffens des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei am Donnerstag in Pj├Ângjang, dass es n├Âtig sei, „sich besonders auf Konfrontation vollst├Ąndig vorzubereiten“. Es gelte, die W├╝rde des Staats und seine Interessen f├╝r eine unabh├Ąngige Entwicklung zu sch├╝tzen, wurde Kim am Freitag von den Staatsmedien zitiert. Kim ist auch Parteichef.

Die international isolierte F├╝hrung in Pj├Ângjang hatte sich bisher mit Blick auf die neue Nordkorea-Politik Washingtons abwartend verhalten. US-Regierungsvertreter beschrieben den neuen Ansatz als „abgestufte praktische Herangehensweise“, um im Streit um Nordkoreas Atomwaffenprogramm eine Verhandlungsl├Âsung zu finden. Weitere Details wurden bisher nicht bekannt. Die Verhandlungen zwischen beiden L├Ąndern kommen seit dem Gipfeltreffen Kims mit dem fr├╝heren US-Pr├Ąsidenten Donald Trump im Februar 2019 in Vietnam nicht mehr voran.

Kim ging nicht direkt auf den Kurs der US-Regierung ein. Jedoch hiess es, er habe beim Parteitreffen eine „detaillierte Analyse der politischen Tendenz der neu eingesetzten US-Regierung gegen├╝ber unserer Republik“ vorgelegt. Bereits im M├Ąrz hatte Nordkorea der Biden-Regierung eine feindselige Politik vorgeworfen.

Beim Treffen des Zentralkomitees soll die bisherige Umsetzung der wichtigsten politischen Vorgaben f├╝r dieses Jahr analysiert werden. Bei einem Parteikongress im Januar hatte Nordkorea einen neuen wirtschaftlichen Entwicklungsplan f├╝r die n├Ąchsten f├╝nf Jahre vorgelegt. Zum Beginn des Komitee-Treffens am Montag hatte Kim die Bev├Âlkerung auf eine schlechtere Versorgung mit Nahrungsmitteln eingestellt.

(text:sda/bild:pixabay)