8 April 2023

Kiew sieht „geheime Daten“ in US-Medien als russische FĂ€lschung

Kiew hĂ€lt auch die neuen im Internet aufgetauchten angeblich geheimen Dokumente fĂŒr russische FĂ€lschungen und Teil einer Desinformationskampagne Moskaus im Zuge des Krieges in der Ukraine. „Es ist ein gewöhnliches Geheimdienstspiel“, meinte der Berater des PrĂ€sidentenbĂŒros, Mychajlo Podoljak, am Samstag bei Twitter und Telegram. Die russischen Geheimdienste hĂ€tten die Dokumente selbst erstellt mit dem Ziel, unter den VerbĂŒndeten der Ukraine Zweifel und Zwietracht zu sĂ€en und von den nĂ€chsten Etappen im Krieg abzulenken.

US-Medien, darunter die „New York Times“, hatten am Freitag ĂŒber weitere im Internet aufgetauchte Dokumente mit US-MilitĂ€rgeheimnissen unter anderem ĂŒber die Ukraine, China und den Nahen Osten berichtet. Die mehr als 100 Dokumente, die unter anderem auf Twitter veröffentlicht worden seien, enthielten etwa Informationen ĂŒber die LuftverteidigungsfĂ€higkeiten der Ukraine, hiess es. Das Pentagon und der Auslandsgeheimdienst CIA untersuchten demnach die Angelegenheit.

Podoljak erklĂ€rte, bei dem Material handele es sich um eine Sammlung von Daten aus öffentlich zugĂ€nglichen Quellen, die mit Erfindungen und abgefangenen Informationen vermischt seien. Das alles sei dann mit dem Stempel eines Lecks geheimer Daten versehen, im Internet und massenhaft in sozialen Netzwerken veröffentlicht worden in der Hoffnung, so eine gewisse GlaubwĂŒrdigkeit zu erzeugen.

Podoljak hatte auch erste Ă€hnliche Veröffentlichungen am Vortag als FĂ€lschung bezeichnet – und als Versuch der Russen, die geplante FrĂŒhjahrsoffensive der Ukraine zu stören. Die FĂ€lschungen seien zudem schlecht gemacht, meinte Podoljak. Die Initiatoren wĂŒrden gezielt auf Journalisten und Medien setzen, die nicht erkennen wĂŒrden, dass sie das sie Teil eines Spiels von anderen seien.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)