7 September 2022

Kiew gibt erstmals offiziell Raketenschl├Ąge auf die Krim zu

Nach knapp einem Monat hat Kiew sich zu Angriffen auf mehrere Luftwaffenst├╝tzpunkte auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim bekannt. „Es geht um eine Serie von erfolgreichen Raketenschl├Ągen auf die Luftwaffenbasen auf der Krim, vor allem um den Flugplatz Saki“, schrieb der ukrainische Oberbefehlshaber Waleryj Saluschnyj in einem am Mittwoch bei der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform ver├Âffentlichten Artikel. Dabei seien bis zu zehn russische Kampfflugzeuge zerst├Ârt worden.

Welche Raketen zum Einsatz kamen, teilte Saluschnyj nicht mit. Ziel der Angriffe sei es, den Russen auch in entfernteren Gebieten zu verdeutlichen, dass es einen realen Krieg mit Verlusten und Niederlagen gebe. Saluschnyj geht nicht von einem Kriegsende im laufenden Jahr aus.

Seinen Angaben nach wollen die ukrainischen Streitkr├Ąfte 2023 diese Angriffe ausweiten, w├╝rden daf├╝r aber neue Waffensysteme von den westlichen Partnern ben├Âtigen. Saluschnyj nannte dabei Raketen mit bis zu 300 Kilometern Reichweite f├╝r die US-amerikanischen Himars-Raketenwerfer. Am Donnerstag ist ein neues Treffen westlicher Unterst├╝tzer zu weiteren Waffenlieferungen f├╝r Kiew in Ramstein geplant.

Russland ist am 24. Februar in die Ukraine einmarschiert. Seitdem stehen grosse Teil der Ost- und S├╝dukraine unter russischer Kontrolle. Zuletzt haben ukrainische Gegenangriffe in den Gebieten Cherson, Mykolajiw und Charkiw die russischen Truppen unter Druck gesetzt.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)