15 November 2022

Immer noch keine Lösung im Baugewerbe

Auch die siebte Verhandlungsrunde im Baugewerbe hat nach Ansicht der Gewerkschaften keine AnnĂ€herung bei der Frage nach der kĂŒnftigen Gestaltung der Arbeitszeit gebracht. Der Schweizerische Baumeisterverband spricht von “konstruktiv gefĂŒhrten GesprĂ€chen”.

Die Vertragsparteien haben zwei weitere Verhandlungstermine vereinbart. Sie sollen am Dienstag, 22. November und am Montag, 28. November 2022 stattfinden.

Das Ziel der Gewerkschaften sei es, bis am 28. November ein Verhandlungsresultat zu erzielen, das den Entscheidungsgremien vorgelegt werden könne, teilten Unia und Syna am Dienstag mit.

Seit dem 17. Oktober sind laut den Gewerkschaften schweizweit rund 15’000 Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter auf die Strasse gegangen. Sie forderten insbesondere eine bessere Planbarkeit der Arbeitszeit und dass ihre Arbeitstage vor allem im Sommer nicht noch lĂ€nger werden sollten.

Laut den Gewerkschaften hat auch die siebte Verhandlungsrunde keine AnnĂ€herung in der entscheidenden Frage um die Gestaltung der Arbeitszeit gebracht. Noch immer drĂ€ngten die Baumeister darauf, dass die Arbeitstage im Sommer noch lĂ€nger wĂŒrden und dafĂŒr im Winter die Arbeit auf Abruf zunehme, heisst es in der Medienmitteilung. Zu einer solch einseitigen Lösung, wĂŒrden die Bauarbeiter unter keinen UmstĂ€nden Hand bieten.

Ohne Verhandlungslösung wĂŒrde es ab dem 1. Januar 2023 einen vertragslosen Zustand im Baugewerbe geben. Ab diesem Zeitpunkt sei mit weiteren Mobilisierungen und Streikaktionen zu rechnen, schreiben Unia und Syna.

Der Baumeisterverband (SBV) sprach in einer Mitteilung von “konstruktiv gefĂŒhrten GesprĂ€chen” bei denen er den Bedenken vor ĂŒberlangen Arbeitstagen begegnet sei. BezĂŒglich Lohnerhöhungen zeige sich der SBV weiter gesprĂ€chsbereit. Die Baumeister stellten “bei einer substanziellen Verbesserung des LMV beim Arbeitszeitmodell entsprechend Lohnerhöhungen in Aussicht”. Ohne diese Verbesserungen “bewegen sich die Möglichkeiten auf einem deutlich tieferen Niveau”.

(text&bild:sda)