1 September 2023

Keine Brennelemente mehr im Kernkraftwerk M├╝hleberg

Im Kernkraftwerk M├╝hleberg (KKM) befinden sich mit dem heutigen Tag keine Brennelemente mehr. Mit 66 Transporten wurden in den letzten zwei Jahren insgesamt 418 ausgediente Brennelemente ins Zwischenlager nach W├╝renlingen gebracht ÔÇô somit ist das KKM kernbrennstofffrei. Das wichtigste Etappenziel der Stilllegung konnte 16 Monate vor dem urspr├╝nglichen Plantermin aus dem Jahr 2015 erreicht werden. Ohne Kernbrennstoff stellt das KKM keine nukleare Gefahrenquelle mehr dar. Mit dem Abtransport der letzten Brennelemente wurde die Radioaktivit├Ąt im KKM um ├╝ber 99 Prozent reduziert.

Mit der Einstellung des Leistungsbetriebs des KKM im Dezember 2019 befanden sich 418 Brennelemente im KKM. Im Brennelement-Lagerbecken k├╝hlten sie so lange ab, bis sie bereit f├╝r den Abtransport waren. Ab April 2022 wurden die ausgedienten Brennelemente im Rahmen von mehreren Kampagnen ins Zwischenlager nach W├╝renlingen transportiert. Daf├╝r waren insgesamt 66 Fahrten mittels Spezialtransport notwendig. Mit dem Abtransport der letzten Brennelemente wurde die Radioaktivit├Ąt im KKM um ├╝ber 99 Prozent reduziert.

Aus mehreren Gr├╝nden ist die Kernbrennstofffreiheit das wichtigste Etappenziel in der Stilllegung. Das KKM stellt nun keine nukleare Gefahrenquelle mehr dar. Mit Abschluss der Abtransporte reduziert sich die Menge der Radioaktivit├Ąt im KKM signifikant. Es befinden sich kein spaltbares Kernmaterial sowie keine w├Ąrmeentwickelnden Abf├Ąlle mehr in der Anlage, was zu grossen Vereinfachungen bei Einrichtungen bzw. Systemen f├╝hrt ÔÇô beispielsweise dem Wegfall der K├╝hlung. In den kommenden Jahren geht es darum, die in der Anlage verbliebene Radioaktivit├Ąt zu entfernen.

┬źDank fr├╝hzeitiger Planung und langj├Ąhriger Erfahrung der involvierten Mitarbeitenden konnten wir alle Transporte reibungslos durchf├╝hren┬╗, sagt Stefan Klute, Leiter Nuklear der BKW. Die Transporte wurden nun zum fr├╝hestm├Âglichen Termin abgeschlossen. Die fr├╝hzeitige Kernbrennstofffreiheit hat positive Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Stilllegung. Die regulatorischen Anforderungen zur K├╝hlung der Brennelemente sowie zur Kontrolle der Reaktivit├Ąt entfallen. Weitere Systeme k├Ânnen ausser Betrieb genommen werden, einige Abl├Ąufe in der Anlage werden sich ohne Kernbrennstoff deutlich vereinfachen. Stefan Klute betont jedoch, dass trotz fr├╝hzeitiger Kernbrennstofffreiheit die Sicherheit nach wie vor h├Âchste Priorit├Ąt hat und die Demontagearbeiten k├╝nftig mit der gleichen Sorgfalt wie bisher durchgef├╝hrt werden.

Die Kernbrennstofffreiheit ist die wesentliche Voraussetzung f├╝r den ├ťbertritt in die zweite Stilllegungsphase. Das entsprechende Gesuch hat die BKW bereits Ende Juni 2022 beim Eidgen├Âssischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) eingereicht. Die Stilllegungsphase 2 endet mit der Freimessung des gesamten Areals. Das heisst, dass s├Ąmtliche Radioaktivit├Ąt aus der Anlage und vom Areal entfernt ist.

(text:pd/bild:zvg/bkw)