4 November 2023

Kartoffelproduzenten erwarten Ernter├╝ckgang von 30 Prozent

Die Kartoffelernte d├╝rfte in diesem Jahr sehr schlecht ausfallen. Die Produzenten erwarten einen R├╝ckgang von rund einem Drittel im Vergleich zu fr├╝heren Jahren. Trotzdem d├╝rften die Preise kaum stark steigen.

Zwar seien die Ertr├Ąge im Moment noch schwierig abzusch├Ątzen. Die definitiven Zahlen l├Ągen erst Anfang Dezember vor, sagte Ruedi Fischer, der Pr├Ąsident des Verbandes der Schweizer Kartoffelproduzenten (VSKP), gegen├╝ber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er best├Ątigte damit einen Bericht der Informationsstelle der Schweizer Landwirtschaft (LID).

Aber es sei absehbar, dass es „├╝berdurchschnittlich grosse Fehlmengen“ geben werde, „wie wir sie noch nie erlebt haben“, sagte Fischer. Stand heute gehe man von 100’000 Tonnen aus, die fehlen k├Ânnten, vor allem f├╝r verarbeitete Produkte wie Pommes Frites. Bei den Speisekartoffeln sehe die Lage ein bisschen besser aus.

Trotzdem m├╝ssten die Konsumentinnen und Konsumenten nicht bef├╝rchten, dass es in den kommenden Monaten zu einem Mangel an Kartoffeln kommen k├Ânnte. Die Lager w├╝rden jeden Monat analysiert und die Fehlmengen importiert.

Weil die Situation im Ausland ├Ąhnlich sei, h├Ątten sich die Einkaufspreise zum Teil bereits jetzt verdoppelt, jedoch auf tiefem Niveau. F├╝r die Konsumentinnen und Konsumenten d├╝rfte sich gem├Ąss Fischer kaum etwas oder gar nichts ├Ąndern. Dazu sei die Wettbewerbssituation im Detailhandel zu gross.

(text:sda/bild:keystone)