Kantone halten Wechsel zur Individualbesteuerung für zu aufwendig
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(03:21)
Von den Kantonen kommt Widerstand gegen die Besteuerung jeder einzelnen Privatperson, unabhängig vom Zivilstand. Die Heiratsstrafe bei den Steuern könne korrigiert werden, ohne das Steuersystem mit grossem Aufwand umzustellen, schreiben sie.
Entsprechend lehnen die Kantone die vom Parlament gewollte Individualbesteuerung bei Bund, Kantonen und Gemeinden ab. Darüber abgestimmt wird am 8. März, weil neben mehreren Parteien auch zehn Kantone das Referendum ergriffen haben.
Die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) stellte am Freitag in Bern ihre Nein-Argumente vor. Anders als der Bund hätten die Kantone die Steuer-Heiratsstrafe seit längerem korrigiert, schreibt sie. Der Systemwechsel sei unnötig, verursache Kosten und Aufwand und schaffe neue Ungleichheiten.
Astrid Bärtschi, Finanzdirektorin des Kantons Bern, erklärt gegenüber Radio BeO, dass für sie ein „Splitting“ die bessere Lösung ist. Heisst: Die Einkommen der Ehepartner:innen wird zusammengerechnet und bei der Besteuerung durch zwei geteilt. Somit würde keine neue Ungerechtigkeit entstehen und glichzeitig wäre das System viel einfacher.
(text:sda&chl&bild:unsplash)