26 April 2022

Kanton zieht Bilanz zu LĂ€rmschutz der letzten 30 Jahre

In den letzten 30 Jahren hat der Kanton Bern ĂŒber 200 Millionen Franken in den LĂ€rmschutz investiert, um seine vom Gesetz vorgegebenen LĂ€rmschutzpflichten zu erfĂŒllen. Der Bund hat sich mit 72 Millionen Franken daran beteiligt. Im Kanton Bern braucht es auf rund 260 Kilometern des 2000 Kilometer langen Kantonsstrassennetzes LĂ€rmschutzmassnahmen. 95 Prozent dieser Abschnitte wurden in den letzten Jahren saniert. Insgesamt wurden zu diesem Zweck rund 22 Kilometer LĂ€rmschutzwĂ€nde erstellt. Zudem finanzierte der Kanton Bern Schallschutzfenster. LĂ€rmschutzwĂ€nde sind aber in StĂ€dten und Dörfern nicht immer realisierbar, sei es wegen Sichtweiten bei Ausfahrten, wegen des Ortsbildschutzes oder wegen des schlechten Kosten-/NutzenverhĂ€ltnisses.

In den letzten Jahren sind auch im Kanton Bern Massnahmen wie lĂ€rmmindernde BelĂ€ge und Geschwindigkeitsreduktionen in den Vordergrund gerĂŒckt. Mit diesen zusĂ€tzlichen Massnahmen werden gleichzeitig auch Menschen ausserhalb des engeren Sanierungskorridors vom LĂ€rm entlastet. Dieses Vorgehen entspricht auch der Strategie des Bundes und wird von ihm finanziell unterstĂŒtzt. Seit 2020 setzt der Kanton prioritĂ€r auf «FlĂŒsterbelĂ€ge». Diese haben eine sehr feine poröse OberflĂ€chenstruktur und schlucken einen Teil des AbrollgerĂ€usches. Sie bekĂ€mpfen den LĂ€rm damit direkt an der Quelle. Bisher wurden bereits 70 Kilometer «FlĂŒsterbelĂ€ge» auf Kantonsstrassen verbaut. Allerdings verlieren diese BelĂ€ge mit der Zeit teilweise ihre akustische Wirkung und bedingen einen sorgfĂ€ltigen Unterhalt. Deshalb testet der Kanton verschiedene Massnahmen, um deren Lebensdauer zu verlĂ€ngern.

(text:pd/bild:unsplash)