1 Juni 2021

Kanton will Mountainbike-Routen fördern

Die Mountainbike-Routen sollen im Kanton Bern den √ľbrigen Velo-Freizeitrouten gleichgestellt werden. Der Kanton soll sie signalisieren und ihren Bau mitfinanzieren. Dies sieht eine √Ąnderung des Strassengesetzes vor, die sich bis 31. August 2021 in der Vernehmlassung befindet.

Das geltende Strassengesetz stammt aus dem Jahr 2008. Zu diesem Zeitpunkt waren Mountainbike-Routen noch kaum ein Thema und wurden deshalb weder im Gesetz noch im kantonalen Sachplan Veloverkehr ber√ľcksichtigt. Die zunehmende Bedeutung des Mountainbikings als Freizeitsport macht heute eine Regelung auf Kantonsebene n√∂tig.

Im Rahmen der aktuellen Revision sollen deshalb die Mountainbike-Routen den √ľbrigen Velo-Freizeitrouten gleichgestellt werden. Wichtige Routen werden in den kantonalen Sachplan des Velowegnetzes aufgenommen. Die Routen zu bauen und zu unterhalten, bleibt Aufgabe der Gemeinden. Der Kanton √ľbernimmt 40 Prozent der Investitionskosten und signalisiert die wichtigen Routen.

Weiter will der Kanton im Rahmen dieser Revision die √úbernahmen von Kantonsstrassen durch die Gemeinden und umgekehrt vereinfachen. Dies weil sich die Bedeutung √∂ffentlicher Strassen f√ľr den Verkehr im Laufe der Zeit √§ndern kann. Zudem will er die Gemeinden bei der Planung ihres Wanderweg- und Veloroutennetzes fachlich st√§rker unterst√ľtzen. In Sonderf√§llen soll er Beitr√§ge an den Unterhalt gew√§hren k√∂nnen. Schliesslich sollen die Regionen Kantonsbeitr√§ge an die Planung ihrer regionaler Mountainbike-Routen erhalten.

Die Gesetzesanpassung ist kostenneutral. Die Mehrkosten von knapp einer Million Franken pro Jahr werden durch den Wegfall von Doppelsubventionen kompensiert.

Die Revision des Strassengesetzes befindet sich bis 31. August in der Vernehmlassung.

(text:pd/bild:unsplash)