21 September 2021

Kanton unterstĂŒtzt Forschungsprojekte zu Klima und Natur

Die neue Wyss Academy for Nature hat an ihrem Berner Standort 15 Projekte aufgegleist, die sich mit dringenden Problemen an der Schnittstelle von Klima, BiodiversitÀt und Landnutzung befassen. Das gaben Vertreter der Academy und des Kantons am Dienstag bekannt.

In den nÀchsten zehn Jahren sollen 30 Millionen Franken in das Umsetzungsprogramm im Kanton Bern fliessen, wie es an einem Medientermin auf dem Lörmoos bei Herrenschwanden hiess. Die einzelnen Projekte wurden von Academy und Kanton gemeinsam definiert.

Die Wyss Academy for Nature ist ein Forschungs- und Umsetzungszentrum im Bereich Natur und Mensch. Aktiv ist sie auch in SĂŒdostasien (Laos), Ostafrika (Kenia) und SĂŒdamerika (Peru). Der Hub Bern gehört zur Uni Bern und ist seit 2020 operativ tĂ€tig. Die aufgegleisten Projekte verteilen sich ĂŒber das ganze Kantonsgebiet.

In den Projekten werden Lösungen fĂŒr die grossen Herausforderungen in den Bereichen Klima, BiodiversitĂ€t und Landnutzung gesucht, erforscht und erprobt. Weltweit sollen innert zehn Jahren 200 Millionen Franken investiert werden.

Von der Stiftung des Berner Unternehmers und MilliardĂ€rs Hansjörg Wyss stammen 100 Millionen, dazu kommen je 50 von Kanton Bern und UniversitĂ€t Bern. «Die Wyss Academy bietet fĂŒr den Kanton die Chance, Forschung und Anwendung im Feld zusammenzubringen», sagte der bernische Umweltdirektor Christoph Ammann gemĂ€ss Redetext.

Der Kanton Bern profitiere mit zusĂ€tzlichen ArbeitsplĂ€tzen, Innovation und zusĂ€tzlichem Wissen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Der Regierungsrat befasst sich jĂ€hrlich mit dem Umsetzungsprogramm der Academy und gibt die beantragten Mittel fĂŒr die Projekte frei.

Der Medientermin fand auf dem Lörmoos statt, weil sich eines der 15 Projekte im Kanton um die bernischen Hochmoore dreht. Hochmoore werden von verschiedenen, spezialisierten Tier- und Pflanzenarten bewohnt. Sie speichern auf natĂŒrliche Weise Kohlendioxid.

«Somit sind sie fĂŒr die Themen Artenvielfalt und Klimawandel gleichermassen relevant», sagte Academy-Direktor Peter Messerli. «Hier und in weiteren Hochmooren des Kantons wollen wir deren Erhaltung und Regeneration effizienter und effektiver vorantreiben.»

Weitere Projekte drehen sich beispielsweise um den nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen Wasser und Boden im Drei-Seen-Gebiet, um die BekÀmpfung von invasiven gebietsfremden Arten im Kanton Bern und um Waldbrand-Management auf der Alpennordseite.

«Wir sind nicht nur eine forschende Organisation», betonte Academy-Direktor Messerli. «Wir setzen Projekte auch direkt um.»

https://www.wyssacademy.org/bern-deutsch?lang=de

(text:sda/bild:beo)