8 Februar 2024

Kanton steht hinter Fusion des PZM und der UPD

Die Gesundheits, Sozial und Integrationsdirektion (GSI) des Kantons Bern sowie die kantonalen psychiatrischen Einrichtungen Universit├Ąre Psychiatrische Dienste (UPD) und das Psychiatriezentrum M├╝nsingen (PZM) haben eine Absichtserkl├Ąrung (Letter of Intent) unterzeichnet, die den geplanten Zusammenschluss der beiden Unternehmen UPD AG und PZM AG beinhaltet. Das Zielbild dieses Zusammenschlusses wird vom Regierungsrat unterst├╝tzt. Die beiden Unternehmen beabsichtigen per 1. Januar 2025, aber sp├Ątestens per 1. Januar 2027
zu fusionieren.

Unter dem Projektnamen ┬źMorgenrot┬╗ haben die beiden Psychiatrien seit rund einem Jahr Grundlagenarbeiten geleistet, die dem Regierungsrat pr├Ąsentiert wurden. Diese umfangreichen Arbeiten hat der Regierungsrat gew├╝rdigt und verdankt. Der Regierungsrat hat die GSI beauftragt, die weiteren Arbeiten betreffend dieses Fusionsbegehren zu begleiten. Die GSI hat die Unternehmensberatung KPMG beauftragt, die Fusionskandidatinnen bei den weiteren Vorbereitungsarbeiten zu unterst├╝tzen.

Das k├╝nftige station├Ąre Angebot soll an drei Standorten, in G├╝mligen (Alterspsychiatrie), in M├╝nsingen (Erwachsenenpsychiatrie) sowie an der Bolligenstrasse (Kinder und Jugendpsychiatrie, Forensik und Rehabilitation) erbracht werden. Das ambulante, intermedi├Ąre und aufsuchende Angebot soll zuk├╝nftig weiter gest├Ąrkt und ausgebaut werden.

Der Regierungsrat des Kantons Bern erwartet von den beiden Unternehmen vor einer definitiven Zustimmung zur Fusion noch detailliertere Angaben zum k├╝nftigen Gesch├Ąftsmodell, zur Bauplanung an den drei vorgesehenen Hauptstandorten, einen erg├Ąnzten Businessplan zum Fusionsvorhaben inklusive einer Gegen├╝berstellung mit den Planungszahlen jedes der beiden Einzelunternehmen sowie eine detaillierte Vorgehensplanung. Zus├Ątzlich sind weitere finanzielle und nichtfinanzielle Auswirkungen f├╝r den Kanton aufzuzeigen.

F├╝r die Zeit w├Ąhrend der Vorbereitung einer m├Âglichen Fusion und in der Umsetzungsphase regeln die UPD und die PZM ihre Zusammenarbeit mittels eines Kooperationsvertrags. Darin werden die gemeinsamen Projekte der Einstandortstrategie f├╝r die Erwachsenenpsychiatrie (M├╝nsingen) und f├╝r den Standortaufbau der Alterspsychiatrie in G├╝mligen (Siloah) geregelt. Ebenso die Governance f├╝r personelle Besetzungen in den jeweiligen Gesch├Ąftsleitungen sowie die Zeitplanung bez├╝glich der anstehenden Infrastrukturprojekte im Bereich Digitalisierung.

Ein Zusammenschluss der Unternehmen UPD AG und PZM AG kann durch den Regierungsrat des Kantons Bern beschlossen werden. Sollten Folgekosten der Fusion f├╝r den Kanton ermittelt werden, gilt ein Entscheid des Regierungsrates unter dem Vorbehalt, dass der Grosse Rat als finanzkompetentes Organ zustimmt.

(text:pd/bild:beo)