Kanton soll Vögel besser vor Glas schützen
Hunterttausende Vögel sterben jedes Jahr, weil sie in Scheiben, Glasflächen und transparente Bauten fliegen. Eine überparteiliche Gruppe von Grossratsmitgliedern will die Tiere besser vor diesem Tod schützen. In einem Vorstoss fordern sie, dass der Regierungsrat die gesetzlichen Grundlagen dahingehend anpasst, dass bei Neubauten Fenster, Fassaden und Glasflächen so gestaltet werden, dass sie von Vögeln als Hinternis wahrgenommen werden.
Der Regierungsrat unterstützt das Anliegend grundsätzlich. Tod durch Kollisionen mit Glas gehöre zu den grössten Vogelschutzproblemen im Sidelungsraum, bestätigt der Regierungsrat in seiner Antwort. Weil es diesbezüglich im Kanton Bern keine konkreten Vorgaben punkto Vogelschlag gebe, würden Baugesuche dahingehend auch nicht aktiv geprüft. Der Vorstoss geht der Regierung allerdings zu weit: Er zeigt sich aber bereit, zu prüfen, welche Massnahmen zweckmässig und umsetzbar wären ohne einen unverhältnismässig grossen Aufwand für Bauherrschaft und Behörden zu verursachen. Er beantragt dem Grossen Rat die Annahme als Prüfauftrag.
(text:csc/bild:unsplash)