14 Dezember 2023

Kanton hebt Sonderstab Energiemangel auf

Der Regierungsrat hat entschieden, den «Sonderstab Energiemangel KFO» aufzuheben. Die seit dem FrĂŒhling bereits sistierten Massnahmen zur Vermeidung einer Energiemangellage sind damit aufgehoben. Der Kanton Bern ist heute besser vorbereitet auf eine allfĂ€llige Energiemangellage als noch vor einem Jahr. SelbstverstĂ€ndlich ist das individuelle Energiesparen weiterhin sinnvoll und nötig. Die Bevölkerung wird regelmĂ€ssig sensibilisiert.

FĂŒr den Winter 2023/2024 zeichnet sich aktuell keine unmittelbare Energiemangellage ab. Die Situation hat sich im Vergleich zum vergangenen Winter entspannt. Der Regierungsrat hat deshalb beschlossen, die bisher sistierten Massnahmen zur Vermeidung einer Energiemangellage per 15. Dezember 2023 aufzuheben.

Da EngpĂ€sse bei der Energieversorgung im Herbst und Winter 2022/2023 nicht ausgeschlossen werden konnten, hatte der Regierungsrat am 24. August 2022 den «Sonderstab Energiemangel KFO» eingesetzt. Auf dessen Antrag wurden im September und im Oktober 2022 zwei Massnahmenpakete beschlossen. Mit der Entspannung der Lage im FrĂŒhling 2023 wurden der Auftrag des Sonderstabs Energiemangel ebenso wie die Massnahmenpakete vorerst sistiert.

Die im Sonderstab Energiemangel initiierten mittel- und langfristigen Massnahmen hat die Verwaltung wĂ€hrend den Sommermonaten in den ordentlichen Strukturen weiterbearbeitet. So wurden zum Beispiel ein Cockpit zum Energieverbrauch der Kantonsverwaltung aufgebaut und eine allfĂ€llige Kontingentierung von Strom und Gas fĂŒr die Kantonsverwaltung, die kantonalen Schulen und die Institutionen des Gesundheitswesens vorbereitet. Damit ist die Kantonsverwaltung jetzt besser vorbereitet auf eine allfĂ€llige kĂŒnftige Energiemangellage als vor einem Jahr. Die einzelnen Direktionen werden die Arbeiten in den ordentlichen Strukturen weiter vorantreiben.

Auf einschrĂ€nkende Massnahmen beim Energieverbrauch kann derzeit verzichtet werden. Energiesparen ist jedoch weiterhin sinnvoll, um kĂŒnftigen Mangellagen vorzubeugen. Der Regierungsrat empfiehlt deshalb, weiterhin nicht mehr als nötig zu heizen, auf DauerlĂŒften zu verzichten und das Licht in ungenutzten RĂ€umlichkeiten zu löschen. Der Kanton Bern hat sich dem freiwilligen europĂ€ischen Erdgas-Sparziel von minus 15 Prozent angeschlossen. Insbesondere bei der Heizenergie sind weiterhin mehr Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energie notwendig.

(text:pd/bild:beo)