24 Januar 2023

Kanton gleicht kalte Progression aus

Steigen als Folge der Teuerung die Lohneinkommen, f├╝hren progressive Steuertarife zu prozentual h├Âheren Einkommenssteuern. Um das zu vermeiden, sieht das bernische Steuergesetz eine Anpassung der Tarife, Abz├╝ge und Steuerfreibetr├Ąge aufgrund der Teuerung vor. Die Einkommenssteuertarife der Kantons- und Gemeindesteuern sind bei jeder Teuerung anzupassen, die ├╝brigen Tarife, Abz├╝ge und Steuerfreibetr├Ąge erst bei einer aufgelaufenen Teuerung von 3 Prozent. Massgebend zur Beurteilung ist jeweils der Landesindex des vorletzten Dezembers vor Inkrafttreten der Anpassung.

Im Jahr 2022 hat die Teuerung in der Schweiz 2,8 Prozent betragen. Seit dem letzten umfassenden Ausgleich der kalten Progression im Steuerjahr 2011 hat die aufgelaufene Teuerung bis Ende 2022 insgesamt 3 Prozent erreicht. Nach den Bestimmungen des Steuergesetzes ist deshalb per 1. Januar 2024 eine umfassende Anpassung der Tarife, Abz├╝ge und Steuerfreibetr├Ąge vorzusehen.

Die Zust├Ąndigkeit zur Anpassung der Einkommenssteuertarife liegt beim Regierungsrat. Er wird die n├Âtige Anpassung mittels Verordnung per 1. Januar 2024 beschliessen. Die Zust├Ąndigkeit zur Anpassung der ├╝brigen Tarife, Abz├╝ge und Steuerfreibetr├Ąge liegt beim Grossen Rat. Der Regierungsrat wird zuhanden des Grossen Rates ein entsprechendes Dekret vorbereiten, welches ebenfalls per 1. Januar 2024 in Kraft treten kann.

(text:pd/bild:unsplash)