14 M├Ąrz 2023

Kanton Bern pr├╝ft Beteiligung an Herdenschutzmassnahmen

Das Postulat 101-2022 ┬źWeiterf├╝hrende Finanzierung der vom Bund zus├Ątzlich beschlossenen Herdenschutzmassnahmen f├╝r den Alpsommer 2023┬╗ eingereicht vom Berner Oberl├Ąnder Grossrat Ernst Wandfluh, wurde im Rahmen der Fr├╝hlingssession des Grossen Rates ohne Gegenstimme angenommen. Damit wird dem Regierungsrat in Auftrag gegeben, die finanzielle Beteiligung an den Herdenschutzmassnahmen zu pr├╝fen.

Die Wolfsituation im Kanton Bern ist f├╝r die Berg- und Alpwirtschaft untragbar. Die Bedrohung der Grossraubtiere ist omnipr├Ąsent, die Ungewissheit wann und wo ein Wolf zuschl├Ągt, ist eine enorme Belastung. Mittels Schutzmassnahmen wird versucht, die Nutztiere im Rahmen des M├Âglichen zu sch├╝tzen. Das hat f├╝r die Tierhaltenden einen gewaltigen Aufwand zur Folge, welcher finanzielle und physische Ressourcen der Bauernfamilien beansprucht. Der Verein Alpwirtschaft Bern fordert die Politik zum Handeln auf, damit die zus├Ątzlichen Aufw├Ąnde von der Gesellschaft getragen werden und nicht von den betroffenen Familien alleine.

Ein erster Schritt wurde im Dezember 2022 auf nationaler Ebene erreicht. Das nationale Parlament sprach sich f├╝r zus├Ątzliche 4 Millionen Franken zu Gunsten des Herdenschutzes aus, damit will sich der Bund an Herdenschutzmassnahmen im Rahmen von Artikel 10 Absatz 1 Buchstabe d der Jagdverordnung (JSV) beteiligen, analog dem Alpsommer 2022. Mit der Annahme des Postulates 101-2022 im Grossen Rat wird nun auch der Kanton Bern beauftragt, die finanzielle Beteiligung an den Massnahmen zu pr├╝fen.

(text:pd/bild:pixabay)