24 April 2026

Kandersteg diskutiert Asylzentrum

Im 2028 soll in Kandersteg ein Asylzentrum entstehen. Am Rande des Dorfes hat der Kanton ein ehemaliges Internat gekauft, dass Platz für 200 Menschen bietet. In der Gemeinde regte sich auf allen Ebenen Widerstand: Gemeinderatspräsident René Maeder fragte im Grossen Rat nach und nun wurden in der Gemeinde noch Unterschriften gesammelt. Laut den Petitionären seien 444 zusammengekommen: Das entspräche rund der Hälfte der Kandersteger Stimmberechtigten. René Maeder sagt, dass ihm klar sei, dass die Gemeinde wenig Einfluss habe auf den Entscheid, aber dass man sich im Notfall halt juristisch wehren würde gegen die Kollektivunterkunft, die bewilligungstechnisch noch nicht in trockenen Tüchern ist, mit Einsprachen bis zum Bundesgericht. Laut Gundekar Giebel von der Gesundheitsdirektion, sei man heute Abend offen für Gespräche und probiere, Antworten zu geben. Daneben betont er auch, dass man schon mehrere grössere Kollektivunterkünfte in ländlichen Gemeinden eingerichtet habe und, dass das Echo meist erstmal negativ war, dass sich die Wogen allerdings jeweils geglättet hätten. Heute Abend werden die Wogen aber sicher hoch gehen, im Gemeindesaal Kandersteg.

(text:ogr/bild:unsplash)