24 August 2021

Junge Gr├╝ne lancieren Umweltverantwortungsinitiative

Die Natur soll der Wirtschaft den Takt vorgeben. Das verlangen die Jungen Gr├╝nen mit einer Volksinitiative. Sie fordern, dass die Umweltbelastung der Schweiz innerhalb von zehn Jahren so stark reduziert wird, dass die planetaren Grenzen eingehalten werden.

Die Jungen Gr├╝nen Schweiz haben am Dienstag in Bern ihren Vorschlag zur L├Âsung der Klima- und Umweltkrise pr├Ąsentiert. Die Umweltverantwortungsinitiative verlangt, dass in der Verfassung festgehalten wird, dass der Umweltschutz neu an erster Stelle steht.

Die Natur solle den Rahmen f├╝r die Wirtschaft bilden. Dieser Rahmen werde durch die planetaren Grenzen definiert. „Umweltschutz darf nicht l├Ąnger ’nice to have‘ bleiben und muss an erster Stelle kommen – vor ewigem exponentiellem Wachstum und vor Profitgier“, sagte Julia K├╝ng, Co-Pr├Ąsidentin Junge Gr├╝ne Schweiz, vor den Medien.

Der Initiativtext setze deshalb in der Bundesverfassung bei Artikel 94 an, bei den Grunds├Ątzen der Wirtschaftsordnung. Die Einhaltung der planetaren Grenzen sollen namentlich in den Bereichen Klimaerw├Ąrmung, Biodiversit├Ątsverlust, Wasserverbrauch, Bodennutzung sowie Stickstoff- und Phosphoreintrag gelten, heisst es im Text.

Als planetare Grenzen gelten ├Âkologische Grenzen der Erde, bei deren ├ťberschreitung die Stabilit├Ąt des ├ľkosystems und die Lebensgrundlagen der Menschheit gef├Ąhrdet sind.

Die Initiative fordert, dass die Ziele in einem Zeitraum von zehn Jahren erreicht werden. Diese Frist leite sich daraus ab, dass die n├Ąchsten zehn Jahre f├╝r die Erhaltung der menschlichen Lebensgrundlagen entscheidend seien. Das Geld und die Technologien f├╝r einen Wandel seien l├Ąngst da.

Die Initiative reiht sich ein in die Bem├╝hungen um ein neues CO2-Gesetz und die bevorstehende Abstimmung zur Gletscherinitiative, die unter anderem den Ausstieg aus den fossilen Energien wie Erd├Âl, Erdgas und Kohle verlangt. K├╝ng versteht die Initiative denn auch als Erg├Ąnzung zur Gletscherinitiative und nicht als Konkurrenz dazu: „Unsere Initiative ist umfassender. Wir m├╝ssen einen grunds├Ątzlichen Wandel initiieren“.

Unterst├╝tzt wird die Initiative von Parlamentarierinnen und Parlamentariern der SP, der Gr├╝nen Partei, von Greenpeace und der Juso Schweiz. Jetzt beginnt die Unterschriftensammlung.

(text:sda/bild:unsplash)